HSP — Hochsensitivität — Hochbegabung

Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. (Jiddu Krishnamurti)

Dieses Blog widmet sich systemisch und pädagogisch Aspekten von Intelligenz.

Die in Beiträgen für Begriffsklärungen referenzierte Wikipedia stellt nicht zwingend eine abgesicherte Quelle dar. Sie ist aufgrund hoher Verfügbarkeit eine brauchbare Resource, nicht aber für Reliabilität.

Wichtig: Zunehmend wird die Wikipedia ideologisch gesäubert. Viele Inhalte erscheinen stark gekürzt, oft mit dem Hinweis auf baldige Löschung. Manche Passagen verschwinden auch einfach, so dass ein logischer Kontext nicht herstellbar ist. Aufmerksame Zeitgenossen registrieren, dass damit geistige Inhalte neu geordnet und Einfluss auf Realität genommen wird. Ein wachsamer Geist ist daher Lebensversicherung.

Dieses Blog möchte aktiv darin unterstützen — auch mithilfe der integrierten Verweise und zahlreich via Blogroll angebotenen Links, die als von Syncomm Managemententwicklung betriebene Recherche hohen Mehrwert durch fachspezifische Feeds aus Forschung, Gesellschaft, Politik, Bildung, etcetera bieten —, dass sich Hochsensitive und Hochbegabte anhand der konkreten Anwendung ihrer Veranlagung selbst besser verstehen. Erst mit Verständnis und Einordnung im Kontext lassen sich Fragen beantworten und rationale wie emotionale Balance herstellen sowie Klarheit der Wechselwirkung aus beidem erreichen. — Gern bieten wir Interessierten die Möglichkeit, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Der (missing) Link zum Management? – Kybernetik.
Kybernetik wollen wir umschreiben als die Anwendung der Erkenntnis von Intelligenz auf sich selbst. Hochbegabung als multiple Begabung infolge weit überdurchschnittlicher Wahrnehmung.

Nahezu überhaupt keine Rolle spielt in der allgemeinen Betrachtung der Umstand, dass Hochbegabte beziehungsweise Hochsensitive meist sehr gut reflektiert sind und die häufig signifikante Varianz in ihrer Umwelt viel stärker wahrnehmen. In der Folge weisen Hochbegabte beziehungsweise Hochsensitive unter Umständen starke Resilienz auf. Daraus eine Labilität abzuleiten zeigt, dass diese Korrelationen sogar von der Psychologie selbst fehlattribuiert werden, siehe auch Attributionsfehler. Ein Effekt davon ist Perpetuierung.

Immer wieder wird in der einschlägigen Literatur wie auch in der Öffentlichkeit geäußert, hochbegabte Menschen seien anders, z.B. als Gleichaltrige: Einerseits wird vermutet, sie hätten eine stabilere Persönlichkeit. Häufiger aber wird behauptet, sie seien psychosozial schlechter angepasst und emotional labiler als ihre Altersgenossen.

Die Behauptung, Hochbegabte und Hochsensitive seien psychosozial schlechter angepasst und emotional labiler als ihre Altersgenossen ist augenscheinlich auf die Einfaktorentheorie im Gegensatz zur Theorie multipler Intelligenzen zurückzuführen. Sie lässt neuronale und neurochemische Korrelationen in Bezug auf Biosynthese außer Acht. Stabilität — und übrigens auch, was im Ergebnis Intelligenz genannt wird — hat in der Natur viel mit Licht zu tun.

Unsere größte Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind; unsere größte Angst ist, dass wir über alle Maßen hinaus machtvoll sind. Am meisten beängstigt uns unser Licht, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: „Wer bin ich, dass ich es wage, brillant zu sein, großartig, begabt oder fabelhaft?“ Dabei sollte es eigentlich heißen: „Wer bist Du, dass Du es nicht wagst, es zu sein?“ […]

Wenn wir unser eigenes Licht leuchten lassen, geben wir unbewusst anderen die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. Wenn wir uns von unseren eigenen Ängsten befreien, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

— Nelson Mandela, 1994

Nicht jeder sensible oder hochsensible Mensch ist automatisch auch hochbegabt, aber jeder hochsensitive Mensch (HSM) darf sich auf jeden Fall zu den hochbegabten Menschen zählen.

Im Zusammenhang mit Intelligenz wird auch häufig das Phänomen der Hochbegabung diskutiert. Begabung drückt sich als latente Veranlagung aus, die bei entsprechender Stimulation zur Entfaltung gebracht werden kann.

Generell sagt eine besonders ausgeprägte, nicht primär kognitive Begabung nichts über den IQ einer Person aus, ebensowenig wie eine kognitiv hochbegabte Person durch besondere Leistungen außerhalb des kognitiven Bereiches auffallen muss.

„Kreatives, schöpferisches Denken liegt Hochsensitiven mehr als stures Faktenlernen, denn sie sind die geborenen Sinnsucher. So kann man auch sagen, dass der „klassisch Hochbegabte“ klug und erfolgreich wird und ein hochsensitiver Mensch demgegenüber weise. Wir erlauben uns an dieser Stelle die beiden Aspekte in eine Systematisierung zu bringen und halten die Klugheit für eine Voraussetzung der Weisheit, nicht aber umgekehrt. Auch hilft uns in diesem Falle die empirische Psychologie, die den Philosophen maximale IQ-Werte von 200 zuschreibt.“ Quelle: Institut Rheinberg

Einen hohen IQ zu haben bedeutet nicht, generell alles besser zu können als andere.

Gerade in Zeiten der aktiven Sinnsuche, einer Verunsicherung hinsichtlich Karriere, Konkurrenz und Verdrängung, sind hochsensitive Menschen ein Zugewinn.

„Philosophie ist die Liebe zur Weisheit und hochsensitive Menschen fühlen sich magisch von ihr angezogen. Philosophie bedeutet aber auch Einsamkeit und der Welt ein Stück entrückt zu sein, denn Philosophen scheuen den Abstieg aus ihrem Elfenbeinturm nur allzu gerne. Wir halten es jedoch für sehr wichtig, den Abstieg zu wagen und die Philosophie wieder unter die Menschen zu bringen.“ Quelle: Institut Rheinberg

Selbst innerhalb einer Kategorie können Begabungen sehr unterschiedlich sein. Für die meisten ist offensichtlich, dass jemand, der hervorragend Klavier spielen kann, nicht unbedingt auch gut Geige spielt. Ebenso sagt aber die Tatsache, dass jemand ein ausgezeichnetes räumliches Vorstellungsvermögen besitzt, nichts darüber aus, wie gut er rechnen kann. Beides aber wird als kognitive Hochbegabung bezeichnet.

Ausgeprägte einseitige Begabungen, durch die sich z.B. Gedächtniskünstler oder Kopfrechengenies auszeichnen, stellen natürlich auch eine Hochbegabung dar, bilden aber die Ausnahme. Vielmehr zeichnen sich die meisten kognitiv Hochbegabten durch sehr breit gefächerte, aber eben noch überdurchschnittliche bis weit überdurchschnittliche Fähigkeiten aus.

Hochbegabung ist auch nur die Disposition für herausragende Leistungen, nicht die Hochleistung selber — hier gilt Ähnliches wie für die Unterscheidung zwischen Intelligenz und Leistung. Im Hinblick auf die Definition der Hochbegabung durch den Intelligenzquotienten ist jedoch zu beachten, dass die Grenzen zwischen guter, überdurchschnittlicher Begabung, Hoch- und Höchstbegabung willkürlich festgesetzt wurden (IQ von 130 als Grenzwert).

Aufgrund von Längsschnittstudien wurde die Einfaktorentheorie (Hochbegabung = Intelligenz) weitgehend aufgegeben, vielmehr geht man von einem Mehr-Faktoren-Modell der Hochbegabung aus. Hochbegabung setzt sich zusammen aus sehr guter Motivation, sehr guter Kreativität und aus überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf einem oder mehreren Gebieten, die nur unter bestimmten Umständen zu Höchstleistungen führen.

So ist es eine Aufgabe der Umwelt (Familie, Kindergarten, Schule, weiteres Umfeld) Bedingungen zu schaffen, in denen besonders begabte Kinder und Jugendliche sich ihrer Begabung gemäß entwickeln können.

Die Feststellung der Hochbegabung und die Begabtenförderung können heutzutage nicht isoliert betrachtet werden, da sich Hochbegabung nur dann „produktiv“ ausprägen, d.h. nach außen hin wahrnehmbar werden kann, wenn der potentiell Hochbegabte eine unterstützende Umwelt hat und er selber weitere fördernde, nicht kognitive Persönlichkeitsmerkmale (z.B. Leistungsmotivation, Anstrengungsbereitschaft, Stressbewältigungskompetenz) besitzt und auch entfalten kann.

Auch gibt es nicht die Hochbegabung und den Hochbegabten an sich, sondern jeder Begabte ist einzigartig. Somit existiert auch kein Königsweg zur Förderung von begabten Menschen, sondern es gilt, den für jeden Einzelnen adäquaten Förderweg zu finden, also unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsentwicklung, so wie auch bei schwächer begabten Menschen in der Pädagogik ein Weg der Differenzierung und Individualisierung eingeschlagen wird.

Freund-Braier (2001) rückt in ihrem Buch „Hochbegabung, Hochleistung, Persönlichkeit“ dem Vorurteil zu Leibe, dass hochbegabte Schüler anders wären und zeigte, dass sich die oft postulierten Persönlichkeitsunterschiede eher auf Leistungsdifferenzen als auf Begabungsunterschiede zurückführen lassen. Zwei größere Stichproben hoch begabter und hoch leistender Jugendlicher wurden im Rahmen des „Marburger Hochbegabten- und Hochleistendenprojekts“ hinsichtlich diverser Persönlichkeitsmerkmale mit geeigneten Vergleichsgruppen kontrastiert. Sowohl in der Selbst- als auch in der Fremdwahrnehmung (durch Eltern und Lehrkräfte) fanden sich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen den Gruppen. Hochbegabte und hochleistende Jugendliche wurden als im Schulsystem gut integriert, selbstbewusst und reif beschrieben. Für eine psychosoziale Fehlanpassung Hochbegabter und Hochleistender konnten dagegen keine Anhaltspunkte gefunden werden.

Literatur: Freund-Braier, Inez (2001). Hochbegabung, Hochleistung, Persönlichkeit. Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Bd. 25. Münster: Waxmann.

Der Begriff der Hochbegabung ist daher auf Intelligenz zu beziehen, kann in den verschiedensten Bereichen auftreten und drückt sich multipel aus. Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

• Intellektuelle Fähigkeiten (sprachlich, begrifflich-logisch, mathematisch, technisch-konstruktiv, abstrakt, usw.)
• Sozial-emotionale Fähigkeiten
• Musisch-künstlerische Fähigkeiten
• Musikalische Fähigkeiten
• Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, usw.)
• Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, usw.)
• Praktische Intelligenz

Hochsensitivität zeichnet sich hierbei dadurch aus, mehrere dieser Aspekte integriert aufzuweisen, womit ein hohes intellektuelles Potential und eine überdurchschnittliche Empfindsamkeit zusammenkommen.

Im praktischen Alltag zeigt sich eine solche Hochbegabung darin, dass eine (sehr hohe) Integration z.B. der intellektuellen, sozial-emotionalen, musisch-künstlerischen, usw. Fähigkeiten für die Betreffenden eine Selbstverständlichkeit sind (und die Begabung auch sehr bewusst [wahrgenommen] ist), weil auf die interne Matrix des Abrufens und des Einsatzes der Fähigkeiten problemlos und ohne jeglichen Zeitverlust/-aufwand zugegriffen werden kann.

Dies stellt für die Umwelt oft eine Überforderung dar, so dass von deren Seite die Forderung nach Reduktion und Anpassung gestellt wird, was einer Fragmentierung gleichkommt — die sich je nach Fall in einer Unter- oder Überforderung des Hochbegabten ausdrückt und auf Dauer zu Instabilität bis hin zu Krankheit und Suizid führen kann. Dem ist natürlich vorzubeugen, und zwar von beiden Seiten. Kommunikation ist hier das A und O.

Ein „Zuviel des Guten“ kann für einen (kognitiv) Hochbegabten schlicht das „Zuwenig an entsprechenden Inputs und Stimuli“ der Umwelt sein. „Sich zu Tode langweilen“ ist kein leerer Spruch – wie wir oben sehen! Hochbegabung und Hochsensitivität sind weder eine Krankheit noch eine Behinderung, sondern ein Segen der Natur. Das gilt es ganz klar zu verstehen.

Mit Blick auf Strukturtransformationen zeigt eine solche (An-)Forderung, dass das Prinzip der „Meisterschaft“ nichts mit Überheblichkeit oder vermeintlicher Über- oder Unterlegenheit auf der jeweils gegenüberliegenden Seite zu tun hat. Vielmehr hat es damit zu tun, die Entsprechungen von Differenzierung und Integration zu erkennen.

Das häufig genannte Hauptproblem hochbegabter SchülerInnen ist ihr mangelndes Interesse am Unterricht, weil sie ihm oft mühelos folgen und Klassenziele bereits vorwegnehmen können. Hier wäre eine Integration auch im pädagogischen Sinn in der Grundbildung vielversprechend, wie sie zum Teil seit einiger Zeit durch Jung-Professuren an Universitäten erfolgt. Eine solche Vorgehensweise kann als eine frühzeitige Förderung von Talent und Ausprägung von Begabung durch das Aufbauen eines positiven Selbstwertes der Betroffenen Qualitäten ausprägen, wie sie in Führungs- und Leitungspositionen jeder Organisation sinnstiftend wirken.

Hochbegabte Erwachsene sehen sich dem geschilderten Umstand der „Unsichtbarkeit“ zumeist im beruflichen Umfeld direkt gegenüber. Frustration kann so weit gehen, dass die Lehrer/innen ihrerseits den Eindruck gewinnen müssen, der/die Schüler/in habe in Wirklichkeit gar nichts vom Unterricht verstanden. Für Personalentscheider kann sich ein solcher Betroffener als „der unsichtbare Kandidat“ darstellen: ein high potential wird als „nicht geeignet“ wahrgenommen.

Im Berufs- und Beziehungsleben berichten manche hochbegabte Erwachsene, dass ihre Umwelt sie nicht versteht. Kompakte Ausdrucksformen, schnelles, abstraktes Denken sowie die Fähigkeit, Kontexte zu adaptieren, macht sie für ihre Mitmenschen nicht selten zu „Fremden“.

Dem gegenüber ist diese — in einigen Fällen ja durchaus richtige — Theorie mittlerweile so zum Allgemeinwissen geworden, dass viele Eltern, wenn ihre Kinder schlecht in der Schule sind, gleich meinen, es sei hochbegabt. Nicht alle Hochbegabte sind schlecht in der Schule, und nicht alle, die schlecht in der Schule sind, sind Hochbegabte! Ob sich ein hochbegabtes Kind für den Unterricht interessiert, hängt vor allem auch davon ab, ob es sich seine dort vielleicht fehlende geistige Anregung außerschulisch holt. Wenn es den Unterricht als notwendiges und oft auch interessantes Basiswissen begreift, auf dem es in seinen Freizeitaktivitäten aufbauen kann, dürfte es durchaus sehr gute Schulleistungen erbringen.

Es sei noch erwähnt, dass Jungen allgemein mehr als Mädchen dazu neigen, bei Frustration Verhaltensauffälligkeiten zu zeigen. Dies führt auch dazu, dass sehr viel mehr hochbegabte Jungen als Mädchen „entdeckt“ werden: Ein Junge, den der Unterricht langweilt, beginnt, ihn zu stören. Ein gelangweiltes Mädchen hingegen beugt sich eher dem Gruppendruck, passt ihre Leistungen denen ihrer Freundinnen an und bleibt unauffällig.

Wie alle Geschlechtsunterschiede, die mit gesellschaftlichen Normen verbunden sind, sind natürlich auch diese Mechanismen im Wandel begriffen. Je nachdem, wie ein Kind mit seiner Hochbegabung umzugehen lernt, wird es mehr oder minder große Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich haben. Als gleichermaßen negativ wären Entwicklungen zu werten, bei denen sich das Kind aufgrund dauernder Frustration bzw. dem Gefühl, anders zu sein, mehr und mehr isoliert, oder sich andererseits zu viel auf seine vermeintliche geistige Überlegenheit einbildet.

In der Summe gibt es keine eindeutigen Zusammenhänge zwischen einer Hochbegabung und anderen Persönlichkeitszügen oder der sozialen Kompetenz. Dies trifft auch auf die „frühe Reife“ und auffällige Ernsthaftigkeit mancher hochbegabter Menschen zu. Als Trend lässt sich feststellen, dass sich viele Hochbegabte untereinander tendenziell wohler fühlen, weil sie sich mit ihnen „auf einer Wellenlänge“ wahrnehmen. Das erspart viele Erklärungen, Umwege, macht einfach mehr Freude und inspiriert. Plastisch gesprochen: Wozu Krücken nehmen, wenn man gesunde Beine hat?


Gerade dies ist sehr schlüssig, wenn Hochbegabung praktisch anhand der Adaption des Textinhaltes angewendet und offensichtlich wird — und die Begabung in der Fähigkeit liegt, unterschiedlichste Aspekte miteinander zu verknüpfen: „auf einer Wellenlänge“ hat semantisch (musische Fähigkeit) physikalische Bezüge (intellektuelle Fähigkeit: Abstraktion). Diese finden sich z.B. in der Kybernetik und den Modellen der Systemdynamik wieder.

Es nimmt also nicht Wunder, dass sich zum Beispiel hochbegabte Kinder unter Älteren wohl(er) fühlen, da der Erfahrungshorizont und das Bewusstseinsspektrum in Form von gewonnen Erkenntnissen der „älteren“ Generation von diesen Kindern aufgegriffen und zeitlich gesehen vorweg genommen wird: ein evolutiver Vorteil.

Das macht sie meist zu Außenseitern — und zwar sowohl innerhalb ihrer eigenen Generation als auch der älteren — da es zu einer zeitlichen Verschiebung im Reife- und Entwicklungsgrad kommt.

Aufgrund einer verbreiteten linearen Entweder-Oder statt einer Sowohl-als-Auch-Betrachtung im zeitlichen Ablauf von Entwicklung, der für Individuen einer Spezies als annähernd gleich angenommen(!) wird, führt das zu „fehlender“ Integrität beziehungsweise Synchronizität — was in systemischer Betrachtung eine notwendige Bedingung für Fortschritt, Entwicklung und Evolution ist.


Ganzheitliche Sichtweisen entstehen aus der Bereitschaft, seine eigenen Grenzen (ungeprüfte Überzeugungen/Weltbilder) zu überschreiten und zu erweitern. Nur dadurch lässt sich eine Thematik verfeinert betrachten. Darin äußert sich Intelligenz.

Eine wie auch immer geartete vorgeprägte Betrachtung stößt leicht an Grenzen. Nicht viele Menschen sind bereit, die Grenzen dessen zu überschreiten, was als Gegeben vorgesetzt wird.

Responses

  1. […] Mechanismen ist allerdings selten – da stimme ich zu. Eine der Folgen ist, dass [bspw. Hochbegabte] als geeignete Kooperationspartner überhaupt nicht erkannt werden, weil nach […]