Verfasst von: Dr. Who | 29.6.08

22 | Bewusstsein: Indigo

Das Paradoxon dieser Tage: Wir treten auf der Stelle!

Wir treten deshalb auf der Stelle, weil sich die „Dis-Ku(r)ssion“ um Indigo und ein entsprechendes Bewusstsein oft lediglich auf einer per-son-ellen, nicht persönlichen(!), Ebene abspielt und daher eindimensional angesiedelt ist. Das führt auch absolut regelmäßig zu Langeweile und dem Gefühl, überflüssig zu sein. Wozu ein Wort verlieren, wenn man es [sich] sparen kann?Nun mag mancher meinen, dass dies ein „persönliches Problem“ sei — doch weit gefehlt! Wissen um die Morphogenese lächelt über eine derartige Sicht. Dabei handelt es sich um ein wissendes Lächeln, nicht Auslachen.

Zu erleben, dass die Geschenke, die ein Indigo in Hülle und Fülle mitbringt, seziert, angezweifelt, verlacht, ignoriert, abgelehnt und dergleichen mehr werden, tut wahrhaft weh. Und es ist an der Zeit, dies hier einmal ganz klar und öffentlich auszusprechen.

Das Wassermann-Zeitalter lebt in der Offenheit von Gefühlen und Authentizität, in der Stärke von Aufrichtigkeit und einem kristallklaren Bewusstsein. Die Sprache des Herzens ist hierbei die einzig angemessene Sprache. Das Ausweichen vor sich selbst und das Abgeben der eigenen Verantwortung haben hier kein Gewicht und keine Bedeutung.

Besonders in Deutschland mangelt es an einer Kultur der Offenheit. Und dabei sprechen wir nicht (nur) von „Ausländern“, sondern vor allem von Andersartigkeit — jeglicher Coleur.

Unsere Betrachtungen stammen aus einer nicht-personellen Ebene, die es ermöglicht, den Erfahrungsschatz des (Wach-)Bewusstseins um ein Vielfaches zu erweitern. Wer sich schon einmal mit Chohans beschäftigt hat, weiß, was damit gemeint ist.

Seit Jahren bereits veröffentlichen wir Publikationen zum Thema, und stets tritt dabei ein gleichartiger Effekt auf:

Es besteht Unbewusstsein über eine energetisch strukturierte Welt und insoweit darüber, dass wir bei dieser Thematik nicht weiterkommen, sofern es uns nicht möglich ist, Verstand, Logik, Ratio, Emotio, Gefühl und Kognition von BewusstSein zu „trennen“, um darin die Einheit zu erkennen. Ergo, die Multidimensionalität entweder verleugnen oder, was amüsant und ernüchternd zugleich ist, auf 4D zu reduzieren.

Viele Menschen leiden daran, Lehrer und Meister nicht an-/zu erkennen!

Wohlgemerkt: Meister sind keine Gurus, denen man (blindlings) nach deren Vorgaben folgt, weil sie es „besser wissen“. Meister sind Menschen mit Wohlwollen, Hingabe und Zuwendung, Fürsorge, einem sehr breiten Wissen und einer unendlichen Liebe im Herzen. Sie treten in Erscheinung, wenn es angemessen ist und ziehen sich zurück, wenn es hilfreich ist.

Dualismus ist eine Facette des Bewusstseins, und wir sollten nicht immer wieder hierin verfallen. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass Menschen über sich aussagen, die Quantenphysik zu verstehen — nicht zu selten aufgrund angelesener Fragmente. Sie bauen in ihrer Werbung darauf auf, verkaufen und vermarkten einen Slogan, sprechen von „genialem Denken“, schreiben Bücher und treten in Talkshows auf.

Einige nennen sich Holistic Coach, und das aus einer zugegebenermaßen sehr, sehr engen Perspektive. Die grundlegende und zwingend notwendige Mathematik und Physik sowie ihre Modelle etc. verstehen sie jedoch meist nicht einmal ansatzweise, so dass sie die Substanz der Erkenntnisse nicht strukturell adaptieren können.

Und das bedeutet, dass wir nicht von den gleichen Dingen sprechen. Das wiederum heißt, uns einander anzunähern, indem eigene Standpunkte aufgegeben werden, damit mental entkoppelt, integriert und infolge als Zuwachs an Erkenntnis auf einer „höheren“ Ebene in eine Erkenntnis münden. Denn um gar nichts anderes geht es bei Hier-Sein, in dieser Existenz, dieser Inkarnation. Das ist Liebe.

Lineares Denken nach Wenn-Dann-Terminismus zeichnet genau deshalb einen nicht-holistischen Geist aus. Uns verblüfft einerseits, dass dies stets wieder verkannt wird und somit in eine Rille springt, die keine Entwicklung begünstigt — ja ganz im Gegenteil, de facto stagnieren lässt.

Andererseits verwundert es eben gar nicht, weil zum Integrieren und „Verstehen“ des Gesagten eine Vernetzung der linken und rechten Gehirnhälfte Voraussetzung ist. Dies ist eine (empirische) Tatsache.

Es nützt niemandem etwas, diese Tatsache nur immer wieder zu konstatieren, sondern wir müssen es endlich praktisch angehen, indem wir zum Beispiel hier in solchen Medien eine Kommunikationskultur entwickeln, die Verständnisfragen stellt. Interessanterweise findet das ja überhaupt nicht statt, ohne dies jedoch ein gegenseitiges Einfühlen unmöglich ist.

Solange wir nicht in der Lage sind, Verstand und Emotion zu kennen, sie glasklar zu unterscheiden und damit nicht in einen Salat an Mixturen aus Hypothesen nach der Henne und dem Ei zu verfallen, spekulieren wir weiterhin ohne Erfolg.

Spürbares Bewusstsein drückt sich darin aus, das auch zu leben, was wir wissen. Wissen jedoch ist reines Fühlen, das durch den Verstand eine Richtung bekommt und damit kreative Bedeutung erlangt.

Nachdem jedoch immer noch tagtäglich gezweifelt wird und sich in Worten wiederholt, während das Vertrauen in sich selbst scheinbar nicht existent ist, reden wir eben darüber und vergessen das Handeln. Diese Paradoxie ist sehr beipielhaft und begünstigt die Suche nach dem, was wir längst wissen. Es liegt direkt vor unserer Nase.

Wie las ich doch neulich so treffend: „Ein Gedanke umkreist in etwa einer Viertelsekunde die Welt. Doch es dauert ein ganzes Jahrhundert, bis er von der Außenseite eines Menschenschädels nach innen dringt.“

Bewusstsein ist spürbar, wenn wir nicht über etwas reden, sondern VON etwas sprechen! Denn damit ist es erlebt, wird belebt und steht anderen auch zur Verfügung. Dazu bedarf es jedoch einer Beschäftigung mit sich selbst, welche die Illusion der Zeit eliminiert.

Wer also glaubt, sein Verstand liefere ihm die Antwort, wird sicher enttäuscht werden. Deshalb ist es gar sinn-los, diesen Weg hartnäckig weiterhin zu beschreiten. „Augen-zu-und-durch“-Mentalität nach dem Bild der drei Affen „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“ beweist Starrheit und Sturheit, mangelndes Einfühlungsvermögen und die arrogante Weigerung, verstaubte Positionen aufzugeben.

Die ständige Forderung nach Reduktion ist überkommen, haltlos, ohne Anspruch und Niveau. Sie bedient Mittelmaß und schenkt den Gaben, offenen Armen und liebenden Herzen Missachtung.

Sie ist nicht authentisch, sondern beruft sich auf Gleichmacherei, während dem gegenüber Mechanismen der Steuerung eingesetzt werden, die energetisch destruktiv sind und zu Unfreiheit führen.

Bewusst-Sein herrscht, indem das ganze Spektrum beleuchtet wird, und nicht eine Reduktion auf einen Aspekt stattfindet. Allerdings müsst ihr Euch dazu darauf einlassen, Eure eigenen Wahrheiten einen Moment außer Acht zu lassen, um damit Raum für neue Erfahrungen zu schaffen.

Aus Respekt vor dem Leben und auch dem seelischen Wohl jedes Menschen mögen diese Worte ein Hinein-Fühlen bewirken.

Advertisements

Kategorien