Verfasst von: Dr. Who | 20.2.11

64 | Alles ist Code

Lineares Denken und System-Wirklichkeit
Je länger etwas schon angedauert hat, desto länger wird es so weitergehen. So etwa ist die Wahrnehmung und konstruierte Wirklichkeit der meisten Menschen, und auch der meisten Medien. Das ist lineares Denken, oder lineare Extrapolation von der Vergangenheit in die Zukunft. (Fredmund Malik)

Ein Computer ist eine schlechte Nachbildung des Gehirns. Wer diesen Computer nicht bedienen kann, sitzt davor und drückt nur ein paar Tasten. Ein Gehirn findet sich nicht nur im Kopf, sondern auch in den Zellen. Intelligenz ist das Wechselspiel des Austausches von Statusinformationen — ganz allgemein, auf Abstraktionsebene. Intelligenz ist eine Frage der Zellen, allerdings keine ausschließliche Frage der „grauen Zellen“!

Das ist selbst für heute (also nicht einmal „zukünftig“) seltenes Wissen, denn das wird in der Marktforschung eher selten ermittelt.

Exzellent: seltenes Wissen! Das tangiert Bildung. Stichwort Vermittlung und Bildung: bereits als Code(s) zu begreifen. Verstehen und Begreifen sind nicht das Gleiche. Schon hier geht es um Codes, denn sie bestimmen und bilden die Grundlage für ein Setting, hier: Wahrnehmung.

„Befreie deinen Geist!“ ist also nicht als Wochenendveranstaltung für gestresste Manager zu begreifen, und auch nicht als Werbephrase für Coping- und Coachingangebote sowie exakt un-nachhaltige Seminare. Wer Codes kennt, nutzt und selbst programmiert — das ist durchaus als Analogie zu sehen — wählt anhand eindeutiger Indikatoren aus. Und erlebt entsprechend selten(er) Enttäuschungen, dafür viel häufiger entspannende Überraschungen. All das sind keine Zufälle, sondern Codes.

Wer die Codes für das Gehirn nicht kennt, wie soll er die Codes für die Produkte finden? Transformation ist das Stichwort. Fachdisziplinen haben regelmäßig das Problem, dass sie sich darüber streiten, welches Wort zutreffend wäre. Das ist Zeitverschwendung — wenn man gewisse Codes zugrundlegt.

Anders gesprochen: wenn man nicht ständig vergisst, was zwingend im Speicher zu sein hat, damit es spontan und simultan verknüpft werden kann, und zwar zur Laufzeit (runtime) => Speicherverwaltung und effiziente Ressourcennutzung/-verteilung; siehe Load Balancing. Je mehr nachgeladen werden muss und abhängig von der Systemarchitektur, beeinflusst dies die Performance des Gesamtsystems. — Hier liegt ein Tätigkeitsschwerpunkt von Syncomm Managemententwicklung: Managementkybernetik. Codes sind unsere Spezialität.

Syncomm Managemententwicklung

[ … ] wikipedia

Wikipedia selbst nutzt und etabliert Codes. Codes entstehen aus Reflektionen und (neuen) Verknüpfungen, analog einer Matrix. Je mehr und komplexer die Codes, desto komplexer die Matrix, die Gesamtheit des Codes. Viele Menschen scheitern heute an Komplexität, vor allem bei der rationalen Durchdringung von komplexen Sachverhalten greifen sie auf untaugliche Mittel und Methoden zurück. Dies ist kein Zufall, sondern einem spezifischen Denken geschuldet, das letztlich dahin führt, in einer endlosen Schleife der Beklemmung zu stecken, aus der vermeintlich nur die Befragung anderer helfen kann.

Verfügen andere ebenfalls nur über gleichen Code (Codebasis) ohne Transformationsmatrix, ist Fortentwicklung unmöglich. Nur wenn es zulässig ist – und dazu muss wiederum Code beitragen – Code zu modifizieren, ist von Intelligenz bzw. einem intelligenten System zu sprechen. Solange dies (immer wieder) übergangen bzw. übersprungen wird, sind sinnfreie Endlosdebatten in Foren wie gleichermaßen in der täglichen Praxis das leidvolle Ergebnis. Abhilfe schafft hier nur Klartext. Bedingungslos.

Schwierigkeit bzw. Komplexität an sich ist bereits Code. Beispielsweise ein semantischer. „Stellen Sie sich bitte keinen blauen Elefanten vor!“ impliziert genau diese Schwierigkeit, weil das Gehirn zugrundeliegende Fixierung (Basiscode) anbietet, ohne die Validität und Integrität zu prüfen. Das führt teilweise zu Logik, die keine ist, jedoch als solche gehandelt und übernommen wird (Vererbung).

Ob sich dieser Basiscode allerdings eignet, um mit weiterem Input ‚adäquat‘ zu interagieren, ist die entscheidende Frage. Prof. Peter Kruse sagt bspw.: „Wundern Sie sich bitte nicht, dass eine Führungskraft nahezu unzweifelhaft an das glaubt, was sie sagt. Denn im Gehirn dieser Person ist das immer individuell wahr.“ — Wäre dem nicht so, würde kein einziges BIOS auf diesem Planeten funktionieren.

Nicht umsonst erhalten bspw. Astronauten spezielle Ausbildungen, um in ‚außergewöhnlichen‘ Situationen arbeits- und teamfähig zu sein. Hier spielen Codes eine bedeutende Rolle. Nicht zu vergessen ist, dass Basiscodes universal sind, d.h. eine Matrix bilden, auf deren Grundlage sogar völlig unbekannte und nie trainierte Ereignisse zutreffend kartografiert und eingeordnet werden können.

Dieses Wissen um entsprechende Mechanismen ist allerdings selten. Eine der Folgen ist, dass Hochbegabte als geeignete Kooperationspartner überhaupt nicht erkannt werden, wenn nach ‚falschen‘ Codes gesucht und mit ihnen gearbeitet wird. Die Folge ist Chaos – wie Streiterei um die Henne und das Ei, aber auch Anforderungen wie Qualifizierung, Arbeits- und Leistungsverweigerung, Krankheit bis hin zum Fatal Error (Totalausfall, Burnout, Herzversagen, Nervenzusammenbruch), etc.

Für manche war die Wirtschafts- und Finananzkrise wirklich weder vorhersehbar noch nachfolgend einzuordnen. Andere wiederum kannten die Indikatoren und handelten adäquat bspw. auf Grundlage von Adaption und Abstraktion.

Gelingende bzw. misslingende Kommunikation ist ein Ergebnis (in-)suffizienter Transformationsmatrizen. Trial-and-Error ist kein naturgegebenes Prinzip, auch wenn dies gern publiziert wird. Fredmund Malik äußert sich dazu in „Die magische Wirkung des Funktionierens.“ Das beinhaltet bspw. auch, abwarten zu können, d.h. Zeitcodes zu kennen. Nicht nur, aber sehr stark für Produktinnovationen ist dies die Achillessehne. Andererseits gilt dies in besonderer Weise für Bildungsinhalte, die bei inadäquatem Zeitcode nicht vermittelbar sind.

Natürlich gibt es eine bestimmende Ordnung, die Frage ist: erkennt Mensch sie? Und erkennt Mensch, inwieweit er sie schafft und beeinflusst. Trotz der Quantenphysik, die nun seit fast 100 Jahren ‚existiert‘, haben ihre fundamentalen Betrachtungs- und Wirkweisen längst noch nicht Einzug in die alltägliche Praxis gefunden.

Komplexität mag man hier unterstellen, die darauf gründet, inwieweit Menschen neurologisch in der Lage zu Muster- und Strukturbildung sind, essentiell für Visualisierung. Verfügt Mensch nicht über diese Fähigkeit, ist es ihm schwer möglich, den Theoremen und Axiomen der Quantenphysik zu folgen, geschweige denn sie zu verstehen. Begriffen werden kann sie dann überhaupt nicht, weil die selbstreferentiellen Aspekte nicht ‚andocken‘ können. Das allerdings ist ein Kennzeichen zumindest kognitiver Intelligenz.

Mit Empfehlung
Syncomm Managemententwicklung

Advertisements

Responses

  1. […] in Beziehung, Gesellschaft, Wirtschaft « 64 | Alles ist Code LikeBe the first to like this […]


Kategorien