Verfasst von: Dr. Who | 21.2.11

65 | Souveränität im Wandel

Gute Rhetorik ist wichtig.

Heute mehr denn je, sogar mehrsprachig. Was jedoch ist gute Rhetorik?
Sind das (nur) Stilmittel, und wenn ja, welche, oder steckt mehr dahinter als Reden?

Generation Doof war gestern!

Es gibt unzählige Belege aus aller Welt. Sie würden ganze Bände füllen. Wer das nicht wahrhaben will, ist von gestern und verleugnet Entwicklungen, was nur noch lächerlich und absurd ist.

Die "jüngere Generation", das heißt die wissende, intelligente(re) Generation, spricht zunehmend Klartext, auch wenn sie das nicht auf Plattformen wie XING et al tut, auf der sich doch ach so gern die Pseudo-Wirtschaftsweisen tummeln. Das ist wundervoll. Das ist befreiend. Das ist, woran auch ich seit Kindertagen mitgearbeitet habe. Im In- wie im Ausland.

Ich bin sehr stolz darauf, mit aufrechtem Haupt eine Welt endgültig verlassen zu haben, die von Dummheit, Verdummung, Ignoranz, Arroganz und Denkverboten regiert wurde. Und von Menschen, die die Tendenz haben, stets alles besser zu wissen und unbelehrbar zu sein.

Wenn Sie die reputierten Arbeiten von Burkhard Heim oder eben auch Prof. Dr. Gerald Hüther, Das Muster der Unendlichkeit, Das Urwort usw. persönlich kennen, können wir uns gern über Ihre Thesen austauschen, Herr / Frau Mustermann. Bis dahin schlage ich vor, dass sinnfreie Debatten unterbleiben.

Marktspielchen und vor allem Psychologensprech sind nicht das, was einen intelligenten, jungen, begabten Menschen von heute kennzeichnet, geschweige denn, was ihn interessiert. Da sind wohl manche "Marktkenner", Pseudoexperten und "Premium"-XY Jahrzehnte in ihrer Wahrnehmung stehen geblieben: Cluetrain Manifest

Das erklärt dann jedenfalls teilweise den SO nicht vorhandenen Fachkräftemangel, denn man kann selbstverständlich auch Intelligenz fernhalten: Intellektuelle im Zeitalter der digitalen Kommunikation. Dem ist entgegenzuwirken, mit aller Entschiedenheit, Entschlossenheit und Konsequenz.

Wir werden uns ab sofort daran gewöhnen müssen — wer noch nicht damit begonnen hat ist gut beraten, schnell damit anzufangen — dass das Wissen, insbesondere in der Wirtschaft, was heute als gültig und zutreffend gehandelt wird, alles andere als das ist. Ich erspare mir, hier eine Klatte an Quellen aufzuzählen, selbst wenn mir spontan 20-30 Namen von Einzelpersonen genau so wie von Organisationen einfallen.

Es ist völlig unangemessen, Herrn Prof. Dr. Malik oder auch Prof. Dr. Kruse in Frage zu stellen, denn die allerwenigsten können diesen Personen "das Wasser reichen", und wohl die wenigsten haben diese Personen je live erlebt oder mit ihnen gearbeitet. Das zeigt sich auch daran, wenn erstmalig Links mit Inhalten von Herrn Kruse oder Herrn Malik auftauchen und als "ach so Neues" angepriesen werden. Theoriediskurse sind gegenüber diesen überaus erfolgreichen Persönlichkeiten vollkommen deplatziert.

Es gibt zunehmend Menschen, die dies unerschrocken zum Thema machen, auch wenn sich das Establishment dadurch brüskiert fühlen sollte, weil für sie die Dosis an Erhellung zu hoch ist. Beispielsweise durch die potentiell vollkommen legitime Aussage: "Das ist falsch!", was sich seit einiger Zeit insbesondere in Deutschland zu einem No-Go hin entwickelt hat. Was falsch ist, muss auch als falsch benannt werden, wie eben auch falsches Denken, Halbwissen, Dogmen und irrwitzige Paradigmen. Falsches Denken hat uns lange genug an die Wand gefahren:  Potsdamer Manifest.

Etwaige Überlegenheitsgefühle oder auch Gesten sind gegenüber einer sehr intelligenten nachwachsenden Generation weder angebracht noch angemessen, denn sie wird unumwunden das sagen, was sie sieht, denkt und fühlt. Wir werden alsbald Courage und Souveränität in Form von persönlichkeitsimpliziter Erhabenheit und Würde bei jungen Menschen sehen, die sich bisher SO nie zu Wort gemeldet haben.

Wer heute immer noch ungeniert behauptet, die inexistenten Trennungen der Strukturprinzipien der Quantenphysik, die letztendlich Mathematik ist, seien nicht auf die Makrowelt übertragbar, führt sich selbst ad absurdum, denn er hat sich niemals auch nur ansatzweise ernsthaft mit der Materie beschäftigt (Wie reagieren Menschen auf wachsende Komplexität?) oder wenigstens ein Semester Physik studiert, in dem die (intellektuellen) Grundlagen zum Verständnis geschaffen werden, sondern redet von etwas, das er oder sie nicht versteht. Gerade solche Leute schreien dann aber lauthals: "Alles Quatsch, ich weiß es besser!" Alternativ: "Sie haben keine Ahnung!"

Dass mit so etwas überhaupt nicht (mehr) zu arbeiten sein wird, weil die Basiscodes wie dargelegt vollkommen inkompatibel sind, versteht sich von selbst. Ebenso die Antwort auf die Frage, wer dieses Rennen für sich entscheidet.


Antworten

  1. […] und das heißt nicht Austausch des einen Speicherchips gegen einen anderen aus der selben Serie. Sowas ist linear und funktioniert einfach nicht länger. Vielleicht schreckt viele Leute auch ab, dass es immer ums Rechthaben […]

  2. […] weil die selbstreferentiellen Aspekte nicht ‘andocken’ können. Das allerdings ist ein Kennzeichen zumindest kognitiver […]


Kategorien

%d Bloggern gefällt das: