Verfasst von: Dr. Who | 24.2.14

699 | Monsanto und das Bienensterben

Krankheiten, für welche Bienen anfällig sind, sind ansteckend für Hummeln und andere Bestäuber. Zu diesem Schluss kamen britische Wissenschaftler. In den vergangenen zehn Jahren sind in den USA 90 Prozent und in Großbritannien über 50 Prozent aller Bienen gestorben.

Aber auch in Schweden, Deutschland, Österreich, Italien, Israel sowie in anderen Regionen der Welt sterben diese Insekten massenhaft aus.

Durch das Aussterben von Bienen ist der Ertrag von Obstkulturen in den USA wesentlich gesunken. Dabei sind Äpfel- und Mandelbäume am stärksten betroffen. Jeden Frühling werden Bienenstöcke aus anderen Teilen des Landes und sogar aus dem Ausland in die betroffenen Gebiete gebracht. Das ist jedoch wenig hilfreich, denn die meisten übersiedelten Bienen sterben schon bis zur nächsten Saison aus. Beim Transport erhöht sich zudem das Risiko einer Ansteckung erheblich. Ebenfalls in den USA wurde 1998 eine Bienenfamilie von einem Käfer angegriffen. Der Käfer wurde für die US-Bienenzüchter zu einer richtigen Gefahr. Arnold Butow, Präsident des russischen Verbandes für Bienenzüchter, äußert sich dazu folgendermaßen:

„Dieser Käfer frisst nicht nur die Bienen, sondern auch das Innere des Bienenstocks. Das Schrecklichste besteht aber darin, dass er nicht nur mit Honig und von Bienen, sondern auch mit Holz übertragen wird.“

Eine weitere Gefahr stellen Zecken und Fliegen dar. Sie gelangen in den Körper einer Biene und fressen sie von innen. Als Folge wird die Biene schwächer, bringt defektive Nachkommen hervor, verliert die Orientierungsfähigkeit und stirbt. Es ist praktisch unmöglich, dies zu bekämpfen. Die Bienen sind nämlich nicht fähig, Parasiten und Viren standzuhalten. Das Beisammen mit dem Menschen habe ihre Überlebensfähigkeit wesentlich beeinträchtigt, betont Anatoli Kotschetow, Doktor der landwirtschaftlichen Wissenschaften und Bienenzüchter.

„Genauso wie Menschen erkranken auch Bienen, wenn sie eine ungesunde Lebensweise haben und sich ungesund ernähren. Wir haben die Bienen domestiziert und nutzen zunehmend verschiedene Erzeugnisse der Bienenzucht, wie etwa Honig, Königinfuttersaft, Blütenstaub, Bienenbrot, Wachs, Bienengift und Bienenharz. Dabei haben wir und die Bienen vergessen, wie sich die Bienen vor 50 Millionen Jahren verhielten, als sie sich mit allem Notwendigen selbständig versorgten. Wir haben sie aber dessen abgewöhnt. Daher auch die Krankheiten.“

Erkrankte Bienen stecken auch ihre gesunden Artgenossen an. Das massenhafte Aussterben von Bienen und anderen Hautflüglern wird die Erde bald unerkennbar machen. 80 Prozent aller blühenden Pflanzen werden von Bienen bestäubt. Heute müssen die Menschen die Bestäubungsfunktion zunehmend übernehmen. Doch der Mensch ist nicht in der Lage, jede einzelne Blume zu bestäuben. Albert Einstein sagte einmal: Falls die Bienen aussterben, werden auch die Menschen vier Jahre später aussterben. Es gibt jetzt immer weniger Bienen.

Quelle: Stimme Russlands

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