Verfasst von: Dr. Who | 13.4.14

785 | Strafanzeige gegen das Bundeskriminalamt

Die Edathy-Affäre beschert dem Behördenchef des BKA, Jörg Ziercke, nichts als Ärger. Nun hat er es auch noch mit einer Strafanzeige zu tun – wegen des Verdachts auf Veruntreuung von Haushaltsgeldern.

Wird ein Polizist mit Kinderpornos erwischt, kennt der Dienstherr keine Gnade. So geschehen bei einem Hauptkommissar der Bundespolizei: Er wurde sofort aus dem Dienst entfernt, obwohl er die Tat in der Freizeit begangen hatte. Der Beamte klagte dagegen – und verlor krachend in allen Instanzen. Zuletzt im September vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Seine berufliche Existenz liegt in Scherben. Und statt einer stattlichen Beamtenpension wird er einmal eine karge Rente beziehen.

Ganz ähnlich gelagert ist der Fall eines leitenden Kriminaldirektors. Dieser Mann, hier mit D. abgekürzt, hatte sich ebenfalls privat strafrechtlich relevantes Material beschafft. Er wurde allerdings weder entlassen, noch wurde ihm die Pension aberkannt. Stattdessen versetzte man den 58-Jährigen in den gut bezahlten vorzeitigen Ruhestand. Das Pikante dabei: D. war Spitzenbeamter im Bundeskriminalamt (BKA) und hatte Kinder-Nacktbilder beim selben Anbieter in Kanada bestellt wie der SPD-Politiker Sebastian Edathy.

Quelle und weiterlesen: welt.de

Kann man der deutschen Justiz überhaupt (noch) trauen?!

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