Verfasst von: Dr. Who | 18.4.14

814 | Geistig (V-) Erbrochenes: Richard Herzinger

Das ist kaum zu glauben: Während alle Welt Putin gratuliert und Unterstützung bekundet, gibt es Individuen, die von "sturmreif" durch russische Okkupanten und eine prorussische Durchsetzung der schwachen ukrainischen Verteidigungskräfte faseln. Da muss man zweimal lesen, um diesen Erguss als real und vermutlich ernst gemeint zu begreifen:

Moskaus abgefeimte Eroberungsstrategie

Westeuropa hatte sich in der postmodernen Illusion eingerichtet, die Machtpolitik der Überwältigung sei überwunden. Putin kennt die Beißhemmung des Westens und nutzt sie für seine Erpressungsversuche. Von Richard Herzinger

Wladimir Putins Gewaltpolitik scheint der Westen gegenwärtig kaum etwas entgegensetzen zu können. Denn Amerika, Europa und selbst die ukrainische Übergangsregierung sind von der abgefeimten Eroberungsstrategie des Kreml-Herrn in der Ukraine überrumpelt worden. Sie hinken jedem seiner neuen Züge hinterher.

Einige westliche Sanktiönchen richten nichts aus gegen den nationalistischen Taumel, den Putins Expansionspolitik im eigenen Land wie bei seinen Parteigängern in den ehemaligen Sowjetrepubliken ausgelöst hat. Und der Versuch der Regierung in Kiew, in der Ostukraine dem zweiten Akt der russischen Invasion nach der Annexion der Krim ein Zeichen der Stärke entgegenzusetzen, geht wohl nach hinten los.

Die ukrainischen Verteidigungskräfte sind zu schwach, um die russischen Paramilitärs, die Teile des Landes für die Übernahme durch Moskau sturmreif machen, abschrecken zu können. Zudem sind sie von prorussischen Kräften durchsetzt, wie erste Überläufer gezeigt haben. Zudem kann Kiew, schon gar so kurz vor der Präsidentenwahl, kein Blutbad riskieren, will es nicht seine demokratische Legitimation ruinieren und Moskau den Vorwand für die Invasion geben.

Wer da noch Lust hat, liest den Rest des geistig (V-) Erbrochenen.

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