Verfasst von: Dr. Who | 3.5.14

867 | Richard Herzinger kocht

Eine Lektion zu erteilen ist des Militaristen liebstes Mittel. Richard Herzinger würde als vage Vermutung auch auf Deutsche schießen (lassen). Deutsche nämlich haben Verständnis für Putin. Und Schröder. Und Mißfelder.

Und überhaupt haben die Deutschen Verständnis, dass Kriegstreiber und Obama-Versteher in ihrem Land nichts zu suchen haben. Deutsche haben Realitätssinn, dass sie in einem besetzten Land leben, das keine Souveränität hat. Einem Land, der eine Hampel-Kanzlerin von Washingtons Gnaden vorsteht, die von der Souveränität der Geheimdienste faselt.

Die Deutschen haben begriffen, was wirklich gespielt wird. Und sie wollen sich ebenso wenig wie die Ukraine weiterhin als Spielball US-amerikanischer Kolonialpolitik missbrauchen lassen, schon gar nicht, um Front gegen Putin und Russland als das ressourcenreiche und flächengrößte Land der Erde zu machen.

Das haben die Deutschen einfach nicht nötig. Sie haben gelernt, dass auch sie durch Hitler ausgespielt wurden. Sie wissen auch, wie es um den Rechtsstaat BRD über 65 Jahre nach dessen Inkrafttreten tatsächlich bestellt ist.

Die Deutschen wissen, dass die Ukraine ein Vorwand ist. Mit seinen rechtspopulistischen Anwürfen senkt Die-Welt-Autor Richard Herzinger seine Glaubwürdigkeit auf Null.

Richard Herzinger wettert:

Mit hemdsärmeliger Dreistigkeit brachte Schröder in St. Petersburg zum Ausdruck, was allzu viele Deutsche, quer durch die politischen Lager und sozialen Schichten, am liebsten auch so offen sagen würden: Am besten, wir vergessen die Ukraine und machen im Verhältnis zu Russland einfach so weiter wie bisher.

Dass sich dieses Denken als eine fatale Illusion erweisen muss, schert den Putin-Intimus Schröder nicht. Als ein verantwortungsvoller Politiker hat er sich damit wohl endgültig abgemeldet.

Lächeln Sie, lieber Herr Herzinger, lächeln Sie! Oder beabsichtigen Sie, gegen die Mehrheit der Deutschen anzutreten? Dass sich dieses Denken als eine fatale Illusion erweisen muss, wissen die Deutschen bereits.

Jörg Himmelreich, er lehrt „Internationale Beziehungen“ an der Bremer Jacobs-Universität – zuvor beschäftigte er sich in einem internationalen Think-Tank und im Planungsstab des Auswärtigen Amts mit Russland und dem postsowjetischen Raum nach seinen Verwendungen in der Finanzwirtschaft in Moskau und London, 2008 war er als Sachverständiger von der EU mit der Lösung des Konflikts in Georgien betraut worden – wettert gegen die Bewohner des deutschen Bundesgebietes (genauer gesagt: amerkanischen Besatzungsgebietes):

Die politische Gegenwart kennzeichnet für den Bundesbürger eine große Unübersichtlichkeit: Europa untereinander ist durch die Euro-Krise verunsichert und das deutsche Vertrauen in die Wertegemeinschaft mit den USA durch die Snowden-Enthüllungen zutiefst erschüttert. Beides sind auch Ursachen für das so unverständliche deutsche Putin-Verständnis heute.

In seiner anti-westlichen, anti-modernen und anti-demokratischen romantischen Rückwärtsgewandtheit muss das jeden politisch aufgeklärten Bundesbürger bedenklich stimmen. Vor einem solchen Hintergrund dennoch eine Politik gegen Putin zum Schutze der westlichen Errungenschaften von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat durchzusetzen, erfordert von der Bundesregierung den politischen Mut, sich gegenüber diesen letzten Klängen eines manchmal verhängnisvollen deutschen Russland-Komplexes taub zu stellen.

Angesichts einer derartigen Dreistigkeit der Entmündigung verschlägt es dem Souverän Stimmvieh die Sprache.

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