Verfasst von: Dr. Who | 19.8.14

911 | Eurasische SOZ-Länder als Gegengewicht zur Hegemonie der USA/NATO

von F. William Engdahl

In diesem Zusammenhang ist es aufschlussreich, das mittlerweile berühmte Buch eines amerikanischen Schülers der britischen Geopolitik, Zbigniew Brzeziński, zu zitieren. In seinem Buch Die einzige Weltmacht erklärt der Berater des US-Präsidenten:

»Das Gebot lautet, keinen eurasischen Herausforderer aufkommen zu lassen, der den eurasischen Kontinent unter seine Herrschaft bringen und damit auch für Amerika eine Bedrohung darstellen könnte. Ziel dieses Buches ist es deshalb, im Hinblick auf Eurasien eine umfassende und in sich geschlossene Geostrategie zu entwerfen. (Seite 16)

In diesem Zusammenhang kommt es darauf an, wie Amerika mit Eurasien umgeht. … Eine Macht, die Eurasien beherrscht, würde über zwei der drei höchstentwickelten und wirtschaftlich produktivsten Regionen der Erde gebieten. Ein Blick auf die Landkarte genügt, um zu erkennen, dass die Kontrolle über Eurasien fast automatisch die über Afrika nach sich zöge und damit die westliche Hemisphäre und Ozeanien [Australien] gegenüber dem zentralen Kontinent der Erde geopolitisch in eine Randlage brächte. Nahezu 75 Prozent der Weltbevölkerung leben in Eurasien, und in seinem Boden wie auch seinen Unternehmen steckt der größte Teil des materiellen Reichtums der Welt. Eurasien stellt 60 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts und ungefähr drei Viertel der weltweit bekannten Energievorkommen. (Seite 54)«

Bleibt die Frage, wie die »amerikanischen Oligarchen« – David Rockefeller, Bill Gates, die Familie Bush und andere – auf das Entstehen einer multipolaren Welt reagieren werden. Washingtons Krieg in der Ukraine deutet darauf hin, dass ihre einzige Antwort darauf bestehen wird, einen neuen Weltkrieg auszulösen, wie sie es schon einmal vor 100 Jahren getan haben, als das britische Weltreich existenziell bedroht war.

Quelle und weiterlesen: KOPP

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