Verfasst von: Dr. Who | 15.9.14

964 | Missachtung von Putin

Der Fernsehsender Euronews unterstützt keine Respektlosigkeit gegenüber Politikern von Weltrang, sondern berichtet nur über solche Stimmungen, wie der Vize-Präsident des Aufsichtsrates des TV-Senders, Pjotr Fjodorow, am Montag in einem Kommentar zu dem Sperrungsantrag eines Duma-Abgeordneten an Roskomnadzor (Föderaler Aufsichtsdienst für Fernsprechwesen, Informationstechnologien und Massenkommunikation) für die Euronews-Sendungen in Russland sagte.

Die Zeitung „Iswestija“ schreibt am Montag, dass der Dumaabgeordnete Michail Markelow (Geeintes Russland) die genannte Aufsichtsbehörde und die Generalstaatsanwaltschaft ersucht hat, den Fernsehsender Euronews in Russland zu sperren. Grund dafür sei ein Beitrag, in dem ukrainische Sicherheitskräfte bei einer Schießübung ein Porträt des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit aufgemaltem Hitler-Bärtchen als Zielscheibe verwendet haben.

Der Fernsehsender unterstütze keine derartigen Abbildungen und Stimmungen, genauso wenig wie die Missachtung von Weltpolitikern, und zeige nur, wie ein Indikator, dass es solche Stimmungen in der Welt gebe, so Fjodorow.

Ihm zufolge handelte es sich bei dem genannten „Sujet nicht um Putin, sondern um die ukrainische Armee. Es wurde darüber berichtet, welche Stimmungen jetzt in der Ukraine herrschen und wie man dort zu Russland und zur russischen Führung eingestellt ist“.

Fjodorow verwies darauf, dass in den Euronews-Nachrichten auch ein Porträt von US-Präsident Obama „mit angemalten Eselsohren“ gezeigt worden sei. Laut einem weiteren Bericht ist eine Abbildung des Premiers Israels mit einem Hakenkreuz verbrannt und mit Füßen getreten worden, so Fjodorow.

„In Russland ist der Senator Margelow berechtigt, eine Frage aufzuwerfen, und Roskomnadzor und die Staatsanwaltschaft können Entscheidungen dazu treffen. Wir sind ein Rechtsstaat und solche Entscheidungen werden von den zuständigen Strukturen getroffen. Die Redaktionsleitung von Euronews hat die Möglichkeit, diesen Strukturen Erläuterungen zu geben“, resümierte Fjodorow.

Quelle: http://de.ria.ru/society/20140915/269551860.html

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