Verfasst von: Dr. Who | 15.9.14

965 | Israel muss zum Einlenken gezwungen werden: Russland gibt sich her, vor aller Augen Sanktionen gegen sich ergehen zu lassen

Russland stellt sich als Exempel zur Verfügung, um wahre Veränderung in der Welt möglich zu machen. Am Beispiel Israels stellt sich mehr denn je die Frage, wie dieses Land zum Einlenken gezwungen bewegt werden kann, das seit über 47 Jahren sanktionsfrei in ein anderes Land eindringt, okkuppiert und annektiert. Israel hat nie etwas zu befürchten. Israel kann der Rotzlöffel der Welt sein.

Damit ist es nun möglicherweise vorbei. Menschen wachen auf, stellen Fragen. Auch und vor allem solche, die bisher tabu oder schlicht verboten waren. Einige Fragen zu stellen, führte bisher zu (verdeckten) Sanktionen der Fragesteller oder auch zu deren Tod, statt die zu sanktionieren, die die Fragen hervorrufen. Russland geht mit gutem Beispiel voran, indem es der Welt demonstriert, dass es in Zukunft mit Doppelstandards vorbei oder zumindest sehr schwer ist. Bravo!

Abgesehen davon, dass die Krim niemals von Russland annektiert wurde und es weder Gründe noch juristische Grundlagen gibt, dies auch nur ansatzweise anzuzweifeln, gibt sich Russland als Prügelknabe dafür her, der Welt zu zeigen, dass es genug ist mit Lügen, Demütigung, Unterwerfung, Unterdrückung, Geschwätz von Demokratie und Menschenrechten, etcetera.

Die EU-Sanktionspolitik gegen Russland schafft nach Ansicht des finnischen Außenministers Erkki Tuomioja einen Präzedenzfall für eventuelle ähnliche Maßnahmen gegen Israel, um dieses Land zur Regelung des Konflikts mit den Palästinensern zu bewegen.

„Wenn ein Land in ein anderes Land eindringt und einen Teil davon okkupiert und annektiert, ist dies eindeutig gesetzwidrig und zieht Sanktionen der EU und anderer Länder nach sich“, sagte er in einem Interview für die israelische Zeitung „Haaretz“.

„Viele, die heute sagen, dies sei richtig, stellen die Frage: Wie konnte es passieren, dass der 47 Jahre andauernden Besetzung der palästinensischen Gebiete keine Sanktionen folgten?“ „Niemand hat das zwar vorgeschlagen, wir sind uns aber der Parallelen mit der Krim-Krise bewusst. Insofern wird dies bei Diskussionen auftauchen“, so der Minister.

Bisher habe die EU Israel zum Frieden mit den arabischen Nachbarn „mit Zuckerbrot“ stimuliert, wozu „neue Möglichkeiten für den israelisch-europäischen Handel und für Beziehungen in anderen Bereichen gehören“. „Anscheinend besteht aber die Notwendigkeit, auch die Möglichkeit der Anwendung der ‚Peitsche‘ anzudeuten, weil die Stagnation ihren Preis hat“, fügte er an.

Der jüngste Versuch, den palästinensisch-israelischen Konflikt durch einen direkten Dialog zu regeln, war im Frühjahr gescheitert. Danach nahmen die Palästinenser ihre Versuche wieder auf, ihre Staatlichkeit am Verhandlungsprozess vorbei über internationale Institute durchzusetzen.

Quelle: http://de.ria.ru/politics/20140915/269549054.html

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