Verfasst von: Dr. Who | 17.9.14

976 | Dialog mit Neurussland

Wladimir Putin: „Nicht die Sanktionen gegen Russland, sondern der Dialog mit Neurussland wird die Ukraine retten.“© Foto: RIA Novosti/ Aleksey Nikolskyi

STIMME RUSSLANDS Russland plante und plant keine militärische Einmischung in der Ukraine. Die Beschuldigungen gegen Russland in dieser Hinsicht sind entweder absurd oder provokatorisch. Der Kreml erwartet im Gegenteil, dass Kiew endlich auf die sofortige zweiseitige Feuereinstellung zusammen mit den Volksmilizen Neurusslands eingehen und mit dem Südosten der Ukraine sachliche Verhandlungen aufnehmen wird. Kiew hat bis jetzt nichts dergleichen getan. Das erklärten am 1. September zuerst der russische Präsident Wladimir Putin und danach der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow.

Wladimir Putin und Sergej Lawrow äußerten sich vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, das am 1. September in Minsk begann.

Wladimir Putin stellte fest, dass die Kiewer Behörden vorläufig keine Bereitschaft zeigen, einen „inhaltsreichen Dialog“ mit der Leitung Neurusslands zu führen.

Der russische Präsident äußerte sein Bedauern im Zusammenhang damit, dass man es in Europa vorzieht, nicht zu merken, dass ukrainische reguläre Truppenteile friedliche Bürger in direktem Beschuss töten. Wladimir Putin sagte zum ersten Mal nach dem Treffen in Minsk am 26. August offen, dass er Pjotr Poroschenko für „einen Partner hält, mit dem man einen Dialog führen kann“.

„Man möchte selbstverständlich, dass alles, was wir vereinbart haben, realisiert wird. Wir sprachen über die akute Situation in Donezk und Lugansk. Russland strebt danach, dass das Blutvergießen möglichst schnell eingestellt wird. Das, was jetzt dort geschieht, ist eine natürliche Reaktion der Menschen, die dort leben und ihre Rechte verteidigen. Nicht sie nahmen als Erste die Waffen in die Hand! Das ist ein Ergebnis der dramatischen Entwicklung der innerpolitischen Situation. Man muss den legitimen Rechten der Menschen Respekt zollen. Wer gibt das Recht, Artillerie und Geschosswerfer vor Städte zu bringen und Wohnhäuser zu beschießen? Und dann denkt man noch, dass die Menschen die Hände in den Schoß legen und warten werden, bis man sie alle tötet?“

Moskau rechnet damit, dass man auf der Sitzung der Kontaktgruppe in Minsk gerade die Feuereinstellung erörtern wird. Das erklärte heute der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, in seiner traditionellen Rede vor Studenten und Lehrern der Moskauer Staatlichen Hochschule für internationale Beziehungen.

Die Kräfte der Volkswehr haben in der letzten Woche die ukrainischen Straftruppen aus vielen Städten des Südostens vertrieben und sich dem größten ukrainischen Hafen am Asowschen Meer, Mariupol, genähert. Die Erfolge der Miliz lösten in Kiew Panik und einen neuen Ausbruch der antirussischen Hysterie und der Russland-Phobie aus.

„Es ist ganz offensichtlich, dass die EU sich von dieser Hysterie am Gängelband führen lässt“, sagte Sergej Lawrow.

„Es ergibt sich also, dass die Europäische Union auf das kriegslüsterne Kiew nicht einwirken will oder nicht einwirken kann, es nicht stoppen und nicht zwingen kann, das, was vereinbart wurde, zu erfüllen. Sie greift wieder zur „Sanktionspeitsche“, um die Ungeschicklichkeit zu verbergen. Viele europäische Spitzenpolitiker verstehen bereits die Unzulänglichkeit dieser Situation. Aber für sie ist es vorläufig offenbar peinlich, das zuzugeben. Weil das bedeutet, dass sie die Haltlosigkeit von Allem zugeben, was sie bis jetzt bei der gedankenlosen, rücksichtslosen Förderung der kriegerischen Handlungen Kiews gegen das eigene Volk gemacht haben.“

Russische Experten sind der Meinung, dass die Situation sich trotz der starken Positionen der „Partei des Krieges“ in Kiew dennoch ändern könnte. Der volle Bankrott der Orientierung auf die militärische Lösung des „südöstlichen Problems“ wird jeden Tag immer offensichtlicher.

„Jetzt wird alles davon abhängen, ob es dem Präsidenten Poroschenko gelingt, aus dem Einfluss der Nationalisten in Kiew herauszukommen und seine Position zu den Verhandlungen mit dem Südosten selbständig zu artikulieren“, sagte der Experte des Instituts für geisteswissenschaftlich-politische Forschungen, Wladimir Slatinow.

Quelle: http://german.ruvr.ru/2014_09_01/Wladimir-Putin-Nicht-die-Sanktionen-gegen-Russland-sondern-der-Dialog-mit-Neurussland-wird-die-Ukraine-retten-8834/

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