Verfasst von: Dr. Who | 22.9.14

995 | Vorgehen gegen Russland ist Quasi-Kriegserklärung an Freiheit und Souveränität

Als "unmoralisch" hat Sergej Naryschkin, Vorsitzender der Staatsduma (Russlands Unterhaus), die EU-Sanktionen gegen Russland bezeichnet.

"Keine der diesbezüglichen Entscheidungen in Europa war unvermeidbar, geschweige denn erzwungen", sagte er am Montag in der Staatsduma. "Umso deutlicher und klarer tritt ihr unmoralischer und rechtswidriger Charakter an den Tag."

Naryschkin verwies auf mehrere Ereignisse, die den Sanktionen vorausgegangen waren und die Glaubwürdigkeit der europäischen Partner in Zweifel brachten. "Im Interesse des Sieges von ‚Maidan‘ hat die EU die dortigen nazi-mäßigen Aktionen ignoriert. Danach haben die europäischen Politiker eigenhändig die von ihnen selbst dem Präsidenten Janukowitsch gebotenen Garantien durchkreuzt. Im Frühjahr hat das offizielle Europa die Strafexpedition gegen den Südosten der Ukraine unterstützt, ohne auf die Opfer unter der Zivilbevölkerung in den Gebieten Donezk und Lugansk zu schauen."

Die Waffenruhe im Südosten der Ukraine, die vor zwei Wochen dank dem von Russlands Präsident Wladimir Putin vorgelegten Friedensplan durchgesetzt wurde, habe die EU mit einem weiteren Paket von Russlandsanktionen erwidert, fügte der Staatsduma-Chef hinzu.

Die Geschichte Europas kenne genügend Beispiele dafür,  dass "die Versuche, Russland zu isolieren, zu äußerst traurigen Folgen und mitunter zu Katastrophen geführt haben", sagte Naryschkin. "Bedauerlicherweise haben bei weitem nicht alle Lehren aus der Geschichte gezogen."

Quelle: http://de.ria.ru/politics/20140922/269607897.html

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