Verfasst von: Dr. Who | 22.9.14

997 | Kreisverkehr Geldsystem: Einbahnstraße Recht – Tatort Gericht

Bankenschutz vor Opferschutz

Viele Schuldner können sich schon aus finanziellen Gründen kaum gegen die häufig missbräuchlichen Zwangsversteigerungen aus Grundschuldurkunden wehren und müssen Prozesskostenhilfe beantragen, um eine sogenannte Vollstreckungsabwehrklage mittels anwaltlicher Hilfe zu erheben. Hierzu liegen mittlerweile eine Reihe von Entscheidungen vor, die bis auf eine Ausnahme den Empfängern von heißer Luft („thin air“ lautet der englische Begriff für das aus dem Nichts geschöpfte „Buchgeld“) die Prozesskostenhilfe verweigern, u.a. mit dem Argument, dass anderenfalls das Geld- und Finanzsystem zusammenbrechen würde (OLG Karlsruhe). Lesen Sie dazu auch unsere Stellungnahme im Musterverfahren Wiegand ./. Commerzbank.

FRANKFURTER JUSTIZ BANKROTT – Es gibt kein Recht mehr

Ein spezielles Pflaster ist natürlich die Frankfurter Justiz, die es gewohnt ist, Schuldner im Interesse von Banken zu exekutieren und nur Druck verspürt, wenn sie nicht für Banken spurt. Da kann dann schnell der Rechtsstaat und mit ihm der in jeder Hinsicht unterlegene Schuldner unter die Räder kommen, sprich Haus und Hof verlieren, nicht aber seine „Schulden“.

Ein spezielles Kapitel ist dabei das beflissene Verhalten gegenüber dem Platzhirsch, der Frankfurter Sparkasse, bei der fast jeder Frankfurter Kunde ist oder mal gewesen ist (derzeit hat die Fraspa etwa 450.000 Kunden). Wir haben durch den Schuldenstreik auch entdeckt, dass die jetzige Fraspa aus einer rechtswidrigen Umwandlung entstanden ist, also zumindest derzeit keinerlei Vollstreckungen durchführen dürfte. Weiterhin ist herausgekommen, dass die Frankfurter Sparkasse vor den Umwandlungen regelrecht „pleite“ gewesen ist und sich natürlich die Frage stellt, wie eine Pleite-Bank noch Geld verleihen konnte.

Wie die Frankfurter Justiz versucht, diese unüberwindbaren Hürden doch noch zu überwinden und der Fraspa entgegen Recht und Gesetz (vor allem Grundgesetz) das Berauben ihrer Kunden weiterhin zu ermöglichen, wird unter Unrechtspflege – Justizstücke aus Frankfurt am Maingeschildert. Machen Sie sich auf einiges gefasst, z.B. darauf, dass der Kunde gegen eine Pleite-Bank keinen Insolvenzantrag stellen kann, aber umgekehrt die Pleite-Bank gegen den Kunden.

Quelle: geldhahn-zu.de

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