Verfasst von: Dr. Who | 5.10.14

1020 | Astronauten beobachteten „Kriegsbrand in Ukraine“ aus dem Weltraum

Der Kriegsbrand in der Ukraine war aus dem Weltraum gut zu sehen, so die Kosmonauten Alexander Skworzow und Oleg Artemjew, die kürzlich nach einer sechsmonatigen Expedition mit der Internationalen Weltraumstation ISS zur Erde zurückgekehrt sind.

Skworzow, der Verwandte in der Ukraine hat, sagte bei einem Treffen mit Journalisten, er habe die Nachrichten aus diesem Land mit besonderer Beunruhigung verfolgt. „Nach der Rückkehr aus dem Weltraum wird es einem besonders gut bewusst, dass das Schlimmste, was die Menschen tun könnten, darin besteht, mit aggressiver Politik der Erde Schaden zuzufügen, auf der wir leben.“

Darauf angesprochen, ob sich der politische Streit zwischen Russland und dem Westen auf die Zusammenarbeit mit westlichen Kollegen an Bord der ISS ausgewirkt hat, sagte Artemjew: „Dort oben gab es keine Politik. Unsere Kollegen und wir sehen ein, dass die ISS momentan wohl der einzige Berührungspunkt ist, wo wir mit Amerika kooperieren können.“ „Eine der Aufgaben der Station dürfte darin bestehen, den Menschen beizubringen, dass unsere Erde für uns alle da ist. Es ist die größte Dummheit, einander und die Natur mit eigenen Händen zu vernichten.“

Valeri Korsun, Vizechef des Kosmonautenausbildungszentrums, der mehrere Raumflüge hinter sich hat, betonte, dass die internationalen Weltraumteams ein Beispiel für alle auf der Erde ist, wie man leben und arbeiten sollte. „Dort oben ist man ständig dem Risiko ausgesetzt. Handlungen eines jeden Besatzungsmitglieds wirken sich auf die Sicherheit des Teams insgesamt aus. Nicht anders ist es auf der Erde: Das Handeln eines jeden Landes wirkt sich auf die Sicherheit des gesamten Planeten aus.“

Neue ISS-Crew : Im Weltraum ist kein Platz für Politik

Quelle: http://de.ria.ru/society/20141004/269713077.html

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