Verfasst von: Dr. Who | 11.10.14

1035 | Nazitheoretiker Ditfurth: Niederlage vor Gericht?

In dem Verfahren von Jürgen Elsässer gegen Jutta Ditfurth scheint sich eine Niederlage für die Angeklagte abzuzeichnen. Mit dem Vorwurf, Elsässer sei ein "glühender Antisemit" sei Ditfurth einen Schritt zu weit gegangen, so die Richterin.

Ditfurth fürchtet Prozessniederlage gegen ElsässerJutta Ditfurth als Beklagter vor dem Münchener Gericht

von Jürgen Elsässer (Pressemitteilung)

Darf COMPACT mit der Antisemitismuskeule mundtot gemacht werden? Die Altlinke Jutta Ditfurth hatte mich als Chefredakteur  auf 3sat Mitte April als “glühenden Antisemiten” bezeichnet. Dagegen hatte ich geklagt.

Die Hauptverhandlung war gestern vor dem Landgericht München. Sitzungssaal 219 war bis auf den letzten Platz besetzt, die 50 Zuschauer teilten sich etwa hälftig in Anhänger von Ditfurth und in Leser von COMPACT.

Während Ditfurth und ihr Anwalt darauf bestanden, dass “glühender Antisemit” eine legitime Meinungsäußerung sei, wiesen ich und mein Rechtsbeistand darauf hin, dass es sich hierbei um eine substanzlose Schmähung und ein “Killerargument” handele. Ich zitierte einen berühmten Journalistenkollegen, den FOCUS-Chefredakteur Helmut Markwort: “Einen Deutschen einen Antisemiten zu nennen, ist die größte denkbare Diffamierung, denn sie assoziiert Rassenhass, Massenmord, Auschwitz… Antisemit – das ist ein Killerwort. An wem es klebt, der ist gesellschaftlich und politisch geächtet…” (aus: FOCUS Ausgabe 22/2000) Ich ergänzte: Die Schmähung als “Antisemit” sei schon für einen Angehörigen gewöhnlicher Berufsgruppen ausgrenzend und isolierend – auch ein Schuster oder Zahnarzt müsse mit dem Verlust von Bekannten und Kundschaft rechnen, wenn das Etikett an ihm kleben bliebe. Würde ein Journalist wie ich so verleumdet, komme dies aber weitergehend einer Existenzvernichtung gleich: Kein Politiker oder Sachexperte sei mehr bereit, mit einem “glühenden Antisemiten” für Auskünfte, Hintergrundgespräche oder Interviews zusammenzuarbeiten. Der Journalist, der so bezeichnet würde, müsse seinen Beruf an den Nagel hängen.

Bei der Verhandlung war bemerkenswert, dass Ditfurth und ihr Anwalt erneut kein einziges Zitat oder irgendeinen anderen Beleg liefern konnten, wo ich mich feindlich oder abfällig gegenüber Juden geäußert hatte. Kein einziges! Dies wurde sogar offen eingestanden! Elsässer sei “gewiss zu klug und zu geschickt, um eindeutig als antisemitisch zu entlarvende Aussagen zu machen”, gaben Ditfurth und ihr Rechtsbeistand zu. Ich verschlüssele meinen “glühenden Antisemitsmus” aber in Codes wie der Kritik an der internationalen Finanzoligarchie und der US-Notenbank Federal Reserve, führten sie aus. Meine Schlussfolgerung: Offensichtlich soll also Kritik am Finanz-  und Bankensystem mit dem Killerwort “Antisemitismus” abgeräumt werden.

Die Richterin ließ anklingen, dass sie der Argumentation von Ditfurth eher nicht folgen werde. Dies wird auch im heutigen Taz-Prozessbericht deutlich: “Doch die Richterin deutet eine andere Meinung an. Es handele sich zwar eindeutig um eine Meinungsäußerung, auch sei diese nicht persönlich, sondern zur Sache gewesen, trotzdem ist Ditfurth in ihren Augen ‘den einen Schritt zu weit’ gegangen. Der Antisemitismusvorwurf sei ein ‘Totschlagargument’.”

Gegenüber dem ihr nahestehenden Blog “schlamassel” äußerte sich Ditfurth enttäuscht über den gestrigen Prozesstag: „Die Gefahr, dass ich den Prozess erstinstanzlich verliere, ist bei einer Richterin ziemlich hoch, die die Bezeichnung ‚Antisemit‘ nur für Leute, die sich zugleich positiv auf das Dritte Reich und die Shoa beziehen, für angemessen hält.“  Die schlamassel-Blogger pflichten bei: “In dieser Instanz ist nicht viel zu gewinnenEine Richterin, die immer noch euphemistisch vom ‘Dritten Reich’ anstatt von Nazi-Terror spricht, für die Elsässers Hetze offenbar eine Lappalie und der Antisemitismusvorwurf ein ‘Totschlagargument’ ist, bestellt sich besser ein Compact-Abo und schaut sich die nächste Instanz vom Zuschauerraum aus an.” Offensichtlich ist: Diese Leute würden am liebsten nicht nur Elsässer und COMPACT mundtot machen, sondern auch noch die Richterin.

Das Urteil wird zum 19. November erwartet.

In Kürze folgt auf COMPACTTV ein Filmmitschnitt zum gestrigen Prozess, auch mit Äußerungen von Prozessbeobachtern, darunter Gerhard Wisnewski und Wolfgang Eggert.

www.compact-online.de

 

Unter dem Deckmantel von "Links" betreibt man auf scharf-links.de unappetitliche Gehirnwäsche, wie sie Udo Ulfkotte in seinem neuesten Bestseller "Gekaufte Journalisten" ausgezeichnet beschreibt. Ob die Meinung von Max Brym gekauft ist, kann dahingestellt bleiben. Als gegeben darf aber angenommen werden, dass in der Analyse der dortigen Aufmachung, Zielrichtung, Formulierung und anvisiertem Endzweck alles unter Feuer genommen wird, was eine eindeutige Distanzierung von unannehmbarer Vereinnahmung und eines in die Nähe von Terrorismus zu rückenden auf-den-Kopf-stellens der Fakten – sowohl in Form als auch Inhalt – zum Gegenstand hat.

Links wird somit zum Deckmantel von Rechts – beides dient letztlich als Etikett eines "politisch motivierten Kampfes", der kompromisslose Verdrängung und Etablierung der eigenen Ideologie zum Zwecke geistiger Kontrolle und Steuerung zum Gegenstand hat. Bewusstseinskontrolle (Gehirnwäsche) ist seit 1975 ausweislich UN in Demokratien verboten.

Sehen wir also eine Ablehnung von Demokratie und Rechtstaatlichkeit unter dem Deckmantel linker Gesinnung – vor allem, wenn sie in Wahrheit Extremismus und Pseudo-Skeptizismus verkörpert? Das geht sogar so weit, dass der Richterin Inkompetenz unterstellt wird, sollte diese nicht der eigenen – im Falle von Max Brym juristisch substanzlosen – Auffassung folgen. Damit wird die Unabhängigkeit der Justiz dem Primat des politischen Ziels respektive der eigenen Weltsicht unterstellt. Krude – und pervers.

Das Anerkenntnis von Rechtstatbeständen hängt in solchen Kreisen von der eigenen Zustimmung ab. So etwas kann sich zum Terror auswachsen – was wir im Dritten Reich leider sehr schmerzhaft erleben mussten – und seit einiger Zeit in der BRD tagtäglich erleben müssen.

Haben wir es etwa mit unverhohlen offenem Extremismus zu tun – der sich seit langer Zeit überall dort [in der BRD] breit macht, wo sich Widerstand gegen geistige Einebnung und knallharte Informationskriege regt? Kämpfe erfordern naturgemäß Feinde. Für Max Brym trägt eines der Feinbilder in unserer Wahrnehmung den Namen Jürgen Elsässer. Wer geistigen Abgang präferiert, findet die Quelle zum Kommentar der Hauptverhandlung in München unter scharf-links.de

Man hat schon Pferde kotzen sehen…

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