Verfasst von: Dr. Who | 12.10.14

1040 | Explosiv II: Udo Ulfkotte – Gekaufte Journalisten ist deutsches Watergate

von KOPP Redaktion

Vielleicht haben Sie in den letzten Tagen am Rande mitbekommen, dass ein neuer Sachbuchbestseller in Deutschland aus Gründen der politischen Korrektheit totgeschwiegen werden soll. Ein Niederländer hat nun – politisch völlig unkorrekt – bei einem der in dem Buch Gekaufte Journalisten entblößten Unternehmen (der FAZ) angerufen und als Journalist um eine Stellungnahme gebeten. Was dann passierte, dürfte in die Geschichte eingehen – der Niederländer hat ein Band mitlaufen lassen und es jetzt veröffentlicht.

In der deutschen Medienlandschaft herrscht offenkundig immer noch Schockstarre, seitdem Gekaufte Journalisten erschienen ist. Da werden Blogbeiträge von Nutzern zensiert. Und Journalisten, die über das Buch berichten wollen, müssen mit ihrer Entlassung rechnen.

Zeitgleich ist der Medienandrang aus dem Ausland beim Autor kaum vorstellbar: Spanische Medien berichten groß über den deutschen Bestseller, auch die Italiener sind vom Inhalt begeistert, die Russen lassen Filmbeiträge über das Buch in ihren Hauptnachrichtensendungen laufen und auch die Amerikaner machen den Verkaufserfolg des deutschen Buches (»Blockbuster«) zum Top-Thema.

Aus Schweden, den USA, Russland, Dänemark, Neuseeland und den Niederlanden liegen Anfragen für die Übersetzungsrechte vor.

Es ist eines der ganz großen Medienthemen dieses Jahres. Nur deutsche Medienjournalisten und Medien schauen krampfhaft weg.

Diese skurrile Lage hat ein niederländischer Journalist nun zum Anlass dafür genommen, einfach einmal bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anzurufen und offiziell um eine Stellungnahme zu bitten.

Er wollte ganz einfach wissen: Stimmen die in dem Buch erhobenen Vorwürfe? Sind FAZ-Mitarbeiter mitunter wirklich so korrupt? Oder leidet der Autor vielleicht an einer unheilbaren schweren Geisteskrankheit und hat das alles nur gut erfunden? Der Niederländer hat ein Band mitlaufen lassen. Hören Sie, was dann passierte – Satire ist nichts dagegen …

Am Ende landet der Anrufer also bei einer »Kommunikationsexpertin« der FAZ. In einem Blog schreibt ein User dazu:

»Die Kommunikationsexpertin hörte sich für mich eher wie eine Inkompetenzexpertin an. Wahrscheinlich eine Praktikantin in der Telefonzentrale für unliebsame Anrufer, die ein Schild vor sich stehen hat ›1.Dazu können wir leider keine Auskunft geben! 2. Gehe zu 1.‹ Ein Endlosband hätte es auch getan! Sozusagen die Sackgasse in der Einbahnstraße …«

Klar ist jetzt: Das kann man wohl besser machen. Aber der gezeigte Clip entwickelt sich derzeit im Web rasend schnell ebenso wie Gekaufte Journalisten zu einem Bestseller.

Ausschnitt aus der baldigen Realität oder wir schlafen weiter und wundern uns nur!

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