Verfasst von: Dr. Who | 13.10.14

1043 | Lawrow: Russland gegen Konfrontation mit Westen – „Gegenseitiger Respekt und Gleichberechtigung erforderlich“

Sergej Lawrow© RIA Novosti. Egor Eremov

Trotz der unfreundlichen Schritte der westlichen Partner ist Russland laut Außenminister Sergej Lawrow weiterhin gegen ein Abgleiten zu primitiven Schemen einer direkten Konfrontation zwischen Russland und dem Westen. 

„Russland ist bereit, weiterhin seinen konstruktiven Beitrag zur Lösung von grenzüberschreitenden Problemen zu leisten – natürlich auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt und Gleichberechtigung“, sagte er in einem Interview für die Zeitschrift „MGIMO Journal“. 

Die globalen Herausforderungen verschwinden nicht allein nur deshalb, weil in der Ukraine eine Krise ausgebrochen ist, so Lawrow. „Zu erwähnen sei der regelrechte Krieg, den Extremisten in Syrien und im Irak entfesselt haben, die israelisch-palästinensische Konfrontation und die Lage in Afghanistan“, so Lawrow. „Nicht zu vergessen sind auch die Krisen in Afrika: wir haben die EU bereits in Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik unterstützt sowie zusammen gegen die Piraterie gekämpft.“ 

Nur durch gemeinsames Handeln lasse sich ein effektiver Widerstand gegen solche Herausforderungen organisieren wie Terrorismus, Rauschgiftindustrie, Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, illegale Migration, Klimawandel u. a. m. „Ein Verzicht auf das Zusammenwirken kommt in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weder für uns, noch für den Westen in Frage. Klar ist aber auch, dass es keine Rückkehr mehr geben wird zu dem früheren, von doppelten Standards und von Unaufrichtigkeit gegenüber Russland geprägten Modell.“ 

Die Entwicklung in der Ukraine „hat keine prinzipiell neuen Tendenzen offenbart, sie war eher eine Kulmination des Kurses, den die westlichen Partner seit vielen Jahren gegenüber Russland verfolgt haben“, betonte der Außenminister. 

„Die Gewohnheit, die Russen nicht als Verwandte wahrzunehmen, ist in Westeuropa seit eh und je präsent – und das trotz der Tatsache, dass wir seit mindestens drei Jahrhunderten ein unveräußerlicher Teil der europäischen Kultur und Politik sind“, stellte Lawrow fest. „Gerade in den Perioden einer besonders aktiven Teilnahme Russlands an den gesamteuropäischen Angelegenheiten war auf dem Kontinent besondere Stabilität und Ruhe zu verzeichnen.“

Quelle: http://de.ria.ru/politics/20141013/269773446.html

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