Verfasst von: Dr. Who | 13.11.14

1108 | ZDF erklärt: Die Hysterie des Netzjournalismus

"Das, was die Deutschen Wirtschafts Nachrichten anwenden, ist ein ganz einfaches Konzept: Provokation, Provokation, Provokation!"

Es gilt festzuhalten, dass die in obigem Video mit dem Titel "Die Hysterie des Netzjournalismus" getätigten Aussagen keinesfalls exklusiv für die DWN gültig sind. Insofern stellt sich die Frage, was man mit solchen Feststellungen / Etikettierungen erreichen will.

Vielleicht: "Schaut her, schaut Euch die an, was die machen, die sind ja ein bisschen…(gaga)?" Und schon geilen sich manche am Attribut GAGA auf, schon hat man den nächsten Gegner im Fokus. Much noise ado nothing – Viel Lärm um nichts, analog Shakespeare.

Wahr oder unwahr, blöd oder nicht blöd – klären wir das in einer Talkshow.
Dümmer geht’s nimmer!

Wenn so etwas von sich selbst aufs Podest der Ehrbarkeit stellenden Leitmedien angeboten wird, ist das gruselig. Denn diese sind so von sich überzeugt, dass sie anderen überlegen sind, inhaltlich wie intellektuell – und dass sie auf keinen Fall Boulevardjournalismus betreiben! – dass der Medien-(IN-)Kompetente ahnt, es wäre besser, sich von Journalismus-Schulen fernzuhalten und auch ansonsten auf seinen gesunden Menschenverstand zu vertrauen.

Aufmerksamkeit muss man sich verdienen, man bekommt sie nicht geschenkt – heißt es. Jammern über Verlust hilft nichts, auch wenn der vermeintliche underdog gerade die "fette Braut" wegschnappt. Genau diese Beleidigten geben die leidenden Leitmedien, während sie versuchen, ihrem Groll dadurch Raum zu schaffen, den faktisch Erfolgreichen gewissermaßen als "genetisch unsauber" abzuqualifizieren.

Nun ja – wenn nichts mehr geht, wird es schmutzig.

Massenmedien, und dazu zählen erklärtermaßen ARD / ZDF wie Deutsche Wirtschafts Nachrichten, Der SPIEGEL, Die WELT, Frankfurter Allgemeine Zeitung etcetera pp., sind nichts weiter als triebgesteuerte, interessengeleitete Katalysatoren und Verstärker von Ansichten, meist den eigenen (Pro-Paganda), obwohl viele Menschen noch immer das Gegenteil glauben (wollen). Die Wahrheit hat keiner gepachtet, noch kennt sie überhaupt wer, doch Massenmedien sind eine Art Religion, eine Glaubensgemeinschaft. Das sollte man immer im Hinterkopf haben. In einer kompetitiven Geisteswelt gehört Verdrängung und das Alpha(tier) zum Überlebensinstinkt – vor allem auch hinsichtlich eines als erfolgreich vermarkteten Lebensentwurfes. Pro-Paganda ist demnach Nest- und Brutpflege.

In deutschen Medien tobt seit einiger Zeit ein pseudo-intellektueller (Klein-)Krieg, in der Experten meinen, dem Medien-(IN-)Kompetenten dadurch Sand in die Augen streuen zu müssen, dass Wahrheiten immer nur in der gewünschten Richtung, nämlich der eigenen, gelten. Wahr ist somit ganz augenscheinlich, was unreflektiert als Logik erscheinen soll, sich jedoch schon beim oberflächlichen Blick als Populismus und eben jene Hysterie entlavt, die vermeintlich kritisiert wird.

Daraus nun erwächst die Frage nach Expertise jener, die sich Journalisten und Kompetente nennen, im Extremfall sogar Experten und Leader. Vielmehr sind das wohl Privilegierte am Futtertrog.

Wir nehmen nicht Partei, für niemanden. Das sei hier ganz deutlich festgestellt.

Es sei jedoch auch festgestellt, dass die Glaubwürdigkeit relativiert ist, wenn Polarität mit Objektivität vermengt wird, diesem Handeln der Anstrich von intellektueller Leistung, Expertise, Lehr- oder gar wissenschaftlicher Meinung anheftet und dabei übersehen wird, wie die getätigte Aussage sich grundsätzlich nicht zur Widerlegung eignet, weil sie weder falsifziert noch validiert, sondern im besten Fall attribuiert. Wissenschaftlich betrachtet ist die Reliabilität der massenmedial verabreichten "Gehirnwäsche" grundsätzlich schwach.

Advertisements

Kategorien