Verfasst von: Dr. Who | 17.3.15

1171 | USA: Globale Eskalation als Strategie

von Peter Harth

Die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine katapultieren die Welt zurück in den Kalten Krieg. Das »Rote Telefon« steht still. Russland und die USA rüsten ihre atomaren Arsenale wieder auf. Trotzdem setzt sich ein ausgewiesener Hardliner, der frühere US-Botschafter John Kornblum, in Günther Jauchs TV-Talkrunde und will den Konflikt durch »Säbelrasseln« weiter anheizen. Der »Blutzoll« für Putin solle steigen.

Die US-Strategie setzt weiter auf Eskalation – inoffiziell offenbar mit Geld, Söldnern und Waffen, aber bald auch offiziell mit Waffenlieferungen an Kiew. Das Land soll einen aussichtslosen Krieg gegen Russland führen – der dann zu einer weiteren Eskalation führt.

Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr, nennt das entscheidende Detail, warum dieses gefährliche Spiel noch nicht zum Weltkrieg wurde: Die Ukraine ist zwar mit der EU assoziiert, aber noch nicht in der NATO. Sonst wäre der Bündnisfall bereits eingetreten und die Weltuntergangsuhr stünde nach zwölf. Die USA wollen derzeit nicht deeskalieren, wie auch ein Wortgefecht zum Ende der Sendung zeigte. Krone-Schmalz: »Sie verstehen, was ich meine.« Kornblum: »Nein, ich verstehe es nicht.«

Wie wahnwitzig die Strategie der USA ist, analysiert General a.D. Kujat: »Putin hält sich militärisch zurück.« In diesem Krieg gäbe es »keinen Sieg«, »keine militärische Lösung für den Westen«. Die russische Armee könne den Krieg in der Ostukraine in 48 Stunden beenden, in »fünf bis sechs Tagen« wäre die gesamte Ukraine besiegt. Es besteht die Gefahr, »dass aus dem Krieg in der Ukraine ein Krieg um die Ukraine wird«. Das wäre eine »Katastrophe für Europa und darüber hinaus«.

Quelle und weiterlesen: KOPP Verlag

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