Verfasst von: Dr. Who | 19.4.15

1178 | Endgame

von Markus Gärtner

In Deutschland hat es zuletzt Drohungen gegen den Linken thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow gegeben. Der zur PEGIDA gewechselten Kandidatin für die OB-Wahl in Dresden, Tatjana Festerling, wurde ein Anschlag angedroht. Randalierer der Antifa bedrohen währenddessen Parteiversammlungen wie die der AfD. Im Hinterland weichen ein Bürgermeister und ein Landrat dem Druck von Anfeindungen rechter Gegner. Die haben in einem Fall sogar mit der Guillotine gedroht.

Gewalt oder deren Androhung auf der linken UND rechten Seite des Spektrums. Oft genug wird sie noch angestachelt, beide Seiten sogar gegeneinander aufgewiegelt. Zum Beispiel, wenn Politiker bei Grünen, Linken und Sozialdemokraten den Mob der Antifa in Frankfurt noch rechtfertigen oder Herunterspielen. Er ist ja im Auftrag der »guten Sache« unterwegs.

In den USA gehen derweil Tausende von Menschen in großen Städten gegen exzessive Polizeigewalt auf die Straße. In Rom und in spanischen Städten protestieren Hunderttausende Menschen gegen die Sparpolitik. In São Paulo protestieren 200.000 Bürger gegen den größten Korruptionsskandal des Landes und die Politik von Präsidentin Rousseff. Auch in Bolivien, London und Argentinien begehren die Massen auf.

Meist geht es um staatliche Gewalt, sozialen Raubbau, ungleiche Einkommen, verheerende Sparpolitik oder eskalierende Flüchtlingsströme. Fast immer richten sich Zorn und Wut gegen abgehobene Politiker, korrupte Regierungen und Parlamente, die gegen das eigene Volk Gesetze machen. In Deutschland sorgen der linke Mob, ausländische Banden sowie islamkritische Bürger in Dresden und Kriminelle im Grenzgebiet dafür, dass Polizisten zahllose Überstunden schieben.

Viele Deutsche sind erzürnt, weil die Kommunen mit Kriegsflüchtlingen überfordert, die Dauerkrise rund um den Euro nicht beigelegt, die Grenzkriminalität mit frisierten Statistiken versteckt und das tägliche Leben immer mehr reguliert werden.

Viel von diesem Protest wird von der abgehobenen politischen Kaste in Kauf genommen. Heftig wird zurückgedroschen: Die Demonstranten in Dresden sind laut dem Justizminister eine »Schande für Deutschland«. Und der Islam gehört plötzlich zu Deutschland.

Ein guter Teil des Protests wird geschürt. Die Wut über die verlorenen Ersparnisse zum Beispiel, die von Minizinsen aufgezehrt werden. Dazu gehören auch gezielte Provokationen von Unions-Fraktionschef Volker Kauder, Deutschland könne noch viel mehr Flüchtlingen Zuflucht bieten, während Menschen, die sich um eine Verschiebung ihres kulturellen Koordinatensystems sorgen, als rechte Dumpfbacken und fremdenfeindliche Braunhemden hingestellt werden.

Die wachsende Wut und die eskalierenden Proteste werden geschickt genutzt, um die staatlichen Repressalien und die Beschneidung der bürgerlichen Rechte – auf Demonstration, auf Meinungsfreiheit, auf freie medizinische Entscheidungen zum Beispiel – einzuschränken. Das sehen wir rund um den Globus so: Frankreich folgt Spanien mit der Einschränkung des Bargeldverkehrs, auf dem Weg zur totalen monetären Kontrolle.

Australien will Impfverweigerern das Kindergeld streichen. In den USA werfen die Behörden Eltern, die ihre Kinder für kurze Zeit unbeaufsichtigt lassen, ins Gefängnis. Währenddessen erschießen US-Polizisten im März drei Mal an jedem Tag einen Bürger, von dem sie nie bedroht wurden. Die meisten der Opfer waren zudem unbewaffnet.

Und jetzt wird mit »Jade Helm« eine der größten Heimatschutz-Übungen in der Geschichte der USA vorbereitet. Renitente Bürger spielen darin die Hauptrolle. Der entfesselte Sicherheits-Apparat probt den Krieg gegen das eigene Volk.

Dieser Kampf wird strategisch vorbereitet und einstudiert. Das alles, so hören wir in Europa wie in den USA, diene der Abwehr von Terroristen und der Festigung der öffentlichen Ordnung. Doch das sind Lügenmärchen. Diese sollen die wahre Agenda verdecken.

Das haben führende Politiker und Vertreter der Hochfinanz längst zugegeben. Wolfgang Schäuble wurde 2011 in einem Portrait der New York Times mit dem Ausspruch zitiert, Unruhen an den Märkten seien nicht als Hindernis, sondern als Notwendigkeit zu sehen:

»Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.« Dieses Geständnis war einer der Gründe, warum Ambrose Evans-Pritchard beim britischen Telegraph Schäuble als »den gefährlichsten Mann auf der Welt« bezeichnete.

Von David Rockefeller ist ein ähnliches Zitat überliefert. Der Bankier und Milliardär will eine neue globale Machtarchitektur, in der ein verschworener Bund aus Hochfinanz und Politik eine weltumspannende Regierung stellt:

»Alles, was wir brauchen, ist eine große Krise und die Nationen akzeptieren die neue Weltordnung«, hat der bald 100-Jährige zu Protokoll gegeben. Ähnliche Aussagen sind auch von Henry Kissinger überliefert. Er sieht ebenfalls die bestehende Ordnung an einem Wendepunkt und will eine erdumspannende Architektur für das 21. Jahrhundert.

Die aber lässt sich am ehesten durchsetzen, wenn man den Völkern schärfere Sicherheitsstrukturen aufzwingt, ihre Rechte aushöhlt und sie rundum kontrolliert – durch den Entzug von Bargeld, durch umfassende und ständige Überwachung sowie durch eine Aushöhlung ihrer Freiheiten.

In Spanien zum Beispiel wurde vor wenigen Tagen die erste Hologramm-Demonstration der Welt organisiert. Weil Protestlern auf Basis eines neuen Gesetzes (»zur Sicherheit der Bürger«) ein Bußgeld von bis zu 600 000 Euro droht, wenn sie ohne Genehmigung demonstrieren, ließen sich die Teilnehmer dreidimensional in den Raum vor der Volksvertretung hineinbeamen.
Weil auch im Internet die Repression fortschreitet, sagt Paul Craig Roberts, »wir leben in einem elektronischen Konzentrationslager .« Der Ausblick für die bürgerlichen Freiheiten werde von Tag zu Tag schlimmer.

Unter dem Vorwand, unsere Freiheiten zu schützen, würden diese immer stärker ausgehöhlt. In einer wachsenden Zahl von Fällen, so Roberts, würden Polizisten unschuldige Bürger provozieren, um deren Widerstand als Vorwand zu nehmen, sie zu foltern, zu schlagen, mit Elektroschocks niederzustrecken oder zu ermorden.

Letztlich geht es um das, was Konrad Kustos am Wochenende in Geolitico so beschrieb :

»Es geht um das Schaffen einer gefügigen Masse von Untertanen und von Kapazitäten, den aufmüpfigen Rest unter Kontrolle halten zu können. Gleichermaßen werden Stück für Stück das Volk und seine Institutionen destabilisiert.«

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