Verfasst von: Dr. Who | 27.4.15

1189 | Overton-Fenster: Wie Gewalt zur Standardlösung wird

Mancherorten traut man seinen Augen und Ohren nicht: Offen fordern, vor allem Politiker, Mord und Totschlag gegen jene, die ihnen nicht genehm sind. Einfach eliminieren. Erschießen, erschlagen, verbrennen. Alles ist möglich, am besten schnell.

Wenn der normale Mensch so etwas liest, denkt er sich:

OK, es ist also normal und rechtmäßig, nicht genehme Politiker, Wirtschaftsfunktionäre, Banker, … über den Haufen zu schießen, sie an der nächsten Laterne aufzuhängen, sie zu guillotinieren oder ihre Eingeweide herauszureißen, um sie anschließend am Straßenrand zu begraben oder ehrlos zu verbrennen. Das ist also der gängige Umgang mit denen, die Widerstand leisten. Politik leistet seit langem massiven Widerstand gegen Bürger und Völker, angetrieben von den Banken. Völker-Mord bekommt vollkommen neuene Dimensionen, wenn er auftragsmäßig betrieben wird. Warum also nicht der schnelle Schnitt mit denen, die sich nicht scheuen, im 21. Jahrhundert Methoden des Mittelalters zu propagieren?

Töten auf Tschechisch: http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/145417/index.html

Schnelles Töten ist für Václav Bartuška ein wirksames Mittel gegen die Regimegegner in der Ukraine. Der Beauftragte der tschechischen Regierung hat in einem Medieninterview die Verbrennung von Dutzenden Anti-Maidan-Aktivisten vor einem Jahr im südukrainischen Odessa gerechtfertigt.

Prag habe das „Modell“ der Proteste in der Ost-Ukraine aufmerksam verfolgt, sagte Bartuška in einem Interview für Neovlivni.cz. „Zunächst besetzen Zivilisten – Männer, Frauen und Kinder – Verwaltungsgebäude. In den beiden nächsten Tagen bewaffnen sie sich. Dann verschwinden die Frauen und Kinder und es bleiben nur bewaffnete Männer“, so der Politiker. „Wenn man ihnen schnell Widerstand leistet, so wie es in Odessa der Fall war, wo man sie einfach verbrannt hat, oder in Dnjepropetrowsk, wo sie getötet und am Straßenrand begraben wurden, — dann bleibt alles ruhig. Tut man das nicht – bekommt man einen Krieg.“

Nach seinen Äußerungen musste der Diplomat bereits Kritik aus den eigenen Reihen einstecken. Tschechiens Außenminister Lubomír Zaorálek verurteilte Bartuškas Schlussfolgerungen als falsch, zynisch und unmoralisch. „Es ist unzulässig, dass ein Mitarbeiter des Außenministeriums die Verbrennung von Menschen als eine der Methoden für eine Konfliktlösung bezeichnet“, twitterte Zaorálek.

Tragödie in Odessa„Lauffeuer“: Deutscher Russland-Korrespondent stellt Film über Tragödie in Odessa vor

Am 2. Mai 2014 war es in Odessa zu Ausschreitungen zwischen Anhängern eines Referendums und Schlägern des ultranationalistischen Rechten Sektors gekommen. Die Extremisten steckten ein Zeltlager in Brand, in dem Unterschriften für ein Referendum über die Zukunft des Gebietes Odessa gesammelt wurden. Mehrere Anti-Maidan-Aktivisten versteckten sich im benachbarten Gewerkschaftshaus. Die Polizei sah tatenlos zu, wie regierungstreue nationalisten die Ausgänge versperrten und das Gebäude mit Molotow-Cocktails bewarfen. Mindestens 48 Menschen verbrannten bei lebendigem Leibe oder starben beim Sprung aus dem Gebäude. Aktivisten, denen es gelang, sich aus den Flammen zu retten, wurden brutal niedergeschlagen. Der Gouverneur des Gebietes Odessa verteidigte das Vorgehen der Schläger sogar als rechtmäßig.

Quelle: http://de.sputniknews.com

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