Verfasst von: Dr. Who | 28.4.15

1192 | Deutsche Regierung im Kalter-Krieg-Modus: Entspannung unerwünscht

Die Regierungen in Warschau, Prag und Berlin haben aus der Tour des russischen Motorradklubs „Nachtwölfe“ zum Gedenken des 70. Jahrestages des Kriegsendes ein politisches Ereignis gemacht und den Bikern damit in die Hände gespielt, schreibt das Online-Magazin Telepolis.Am Samstag waren die Rocker aus Moskau losgefahren, obgleich die polnische und die tschechische Regierung bereits Einreiseverbote verhängt hatten.

Polen begründete seine Entscheidung damit, dass der Motorradklub keine ausreichenden Informationen über die geplante Reiseroute gegeben hätte.

„Allerdings ist die Stimmung in Polen nicht eindeutig gegen die russischen Rocker gerichtet, polnische Rocker haben nichts dagegen und bieten Unterstützung an“, so das Magazin.

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Die deutsche Regierung wolle die russischen Biker auch nicht einreisen lassen. Unter dem Vorwand, dass die Fahrt die Sicherheit und Ordnung in Deutschland bedrohen kann, will Berlin die den Bikern bereits erteilten Visa annullieren.

„Auf nach Berlin!” – Motorradtour der Nachtwölfe

Die Regierungen der Länder, welche die angekündigte Reise von Moskau nach Berlin als Provokation bezeichnet haben, haben unwillkürlich zugunsten der Biker gehandelt, heißt es weiter. „Die Provokation könnte eigentlich darin liegen, dass die Regierungen aus der angekündigten Reise der Rocker ein Politikum machen und diese verbieten.“ Jetzt könne man ihnen vorwerfen, dass sie die Meinungsfreiheit nicht zulassen.

Die „gelenkte Demokratie“, die Russland oft vorgeworfen wird, kann nun für Europa gültig werden, wird in dem Artikel betont.  „Dass 20 russische Rocker die Sicherheit Deutschlands gefährden sollten, ist jedenfalls ein blödes Argument, das aber zeigt, wie sehr man in der deutschen Politik wieder im Kalten Krieg angekommen ist“, heißt es abschließend.

Quelle: http://de.sputniknews.com

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