Verfasst von: Dr. Who | 5.5.15

1199 | Deutschland – eine verendende Gesellschaft?

[…] Der Hinweis auf Konsens macht deutlich, dass die entsprechenden Normen ausgehandelt werden müssen. Man muss über sie reden, über sie diskutieren, was voraussetzt, dass man vorhandene Normen in Frage stellen können muss. Es setzt weiter voraus, dass die Diskussion entlang von rationalen Argumenten geführt wird, denn die Übereinkunft darüber, dass Norm X und nicht Norm Y die angemessene Verhaltenserwartung formuliert, kann nur eine Übereinkunft kraft besserer Argumente sein. Bessere Argumente hat derjenige, der für seine Aussagen mehr empirische Belege anführen kann, dessen Aussagen eine bessere empirische Bestätigung finden als die Aussagen Anderer.

Schließlich ist Kooperation in einer Gesellschaft nur möglich, wenn anderen mit gutem Willen begegnet wird, wenn sie nicht sofort zu Feinden erklärt, sondern als Person ernst genommen und respektiert werden. Kooperation hat somit viel mit Fairness zu tun, ein Ergebnis, dass in Studien von z.B. Robert Axelrod wieder und wieder bestätigt wurde.

Und alle diese Grundlagen einer funktionierenden Gesellschaft, sie fehlen in Deutschland.

Es gibt in Deutschland zunehmend weniger Verhaltenssicherheit.

Es gibt in Deutschland keine rationale Debatte über die grundlegenden Normen der Gesellschaft.

Es gibt in Deutschland keinen guten Willen, mit dem man anderen, die eine andere Meinung vertreten, gegenübertritt, zum Beispiel in Form eines Willens zur Akzeptanz und zum Verständnis anderer Meinungen. […]

Quelle und weiterlesen: http://sciencefiles.org

Worauf ist das zurückzuführen?

Einst war Deutschland das Land der Dichter und Denker, ein leuchtendes Vorbild hinsichtlich Rechtsetzung – das Bürgerliche Gesetzbuch wurde von vielen Staaten dieser Welt zur Grundlage eigener Gesetzbücher gemacht.

Mittlerweile ist Deutschland verfallen. "Deutsche" (?) PolitikerInnen äußern offen ihr Missfallen, dass überhaupt noch ein Funke deutscher Integrität existiert. Sie wollen den deutschen Geist, die deutsche Identität und Integrität ausrotten. Die Feinde der deutschen Gesellschaft sind mitten in der Gesellschaft. Sie arbeiten als Maulwürfe, indem sie bestehende Strukturen von innen nach außen zerschlagen und auf diesem, ihrem Weg der Zerstörung und Verwüstung, ‚klammheimlich‘ neue "Normen" – exemplarisch Gender Mainstreaming und Frühsexualisierung – etablieren, die darauf angelegt sind, dass sich die Gesellschaft selbst zerlegt.

Denn diese Normen gibt sich nicht die Gesellschaft aus eigener Überzeugung selbst, sondern weil sie eben gerade nicht aus der Gesellschaft selbst entspringen werden sie als nötigenfalls zwangsweise zu beseitigender Mangel in diese injiziert. Abstoßungsreaktionen – wie sie in der Natur zur Hygiene und Selbsterhaltung systembedingt überall vorkommen – werden verharmlost und im systemischen Denken minder Bemittelten mit Pseudologik z.B. als Migrationsprozess untergejubelt. Wem das auffällt und wer das anspricht, ist – natürlich! – Kandidat für den Abschuss.

Die dabei skrupellos angewandte Form von Gewalt ist beispielhaft. Diesen Neo-Normen wird dadurch Pseudogültigkeit verschafft, indem jene, die sie ablehnen oder auch nur kritisch diskutieren, gezielt geoutet werden, ihr Ruf beschädigt wird… kurz, alles getan wird, dass entgegenstehende Geisteshaltungen möglichst keinen Rückhalt mehr finden (können) ohne dass das Individuum Gefahr läuft, selbst zur Zielscheibe zu werden. Rationale Argumente sind dabei nebensächlich, weil es in diesem Szenario um Strukturen geht, die jederzeit mit beliebigen(!) Inhalten gefüllt werden (können) und sich somit beliebig(!) gegen alles und jeden wenden lassen. Dieses Szenario ist der Normen-Killer per se, die Psychologie bzw. Psychiatrie spricht auch von Schizophrenie.

Das halten natürlich nur wenige aus, nur ganz extrem wenige sind so mental stark, einer erzwungenen Neudeklaration der Stellung des Individuums erfolgreich Widerstand leisten zu können. Und so wird die Gesellschaft zerlegt – Stück für Stück, mit immer mehr Brennpunkten, Widersprüchen, Konfliktzonen, Spannungsfeldern – und zum Schluss der "Ein-Sicht", dass sich der Mensch selbst der größte Feind ist. Ein letzter, alles auslöschender Krieg, das Armageddon, kann dann geführt werden.

Ist unter solchen extremen Bedingungen Dialog oder gar Konsens überhaupt möglich? Ist er gewollt, angestrebt – oder wird ihm längst der Krieg erklärt, Rückzugsräume gesprengt und Gehirnwäsche zur Bewusstseinskontrolle gezielt eingesetzt?

Nicht Deutschland hat eine verendende Gesellschaft. Der Fokus ist völlig falsch. Bislang wird unterdrückt, was eine Gesundung der Situation herbeiführt. Es wird sich Weg bahnen.

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