Verfasst von: Dr. Who | 23.5.15

1225 | 1 Jahr Rossiya Segodnya

Vor einem Jahr war die Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya ins Leben gerufen worden. Am 9. Dezember 2013 wurde die Agentur Rossiya Segodnya per Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegründet. Sie entstand aus der Fusion der Nachrichtenagentur RIA Novosti und des staatlichen Auslandshörfunks Stimme Russlands.

Der Markenname „RIA Novosti“ und die Website ria.ru sowie der Markenname „Stimme Russlands“ wurden beibehalten. Am 10. November wurde das internationale Medienprojekt Sputnik mit Redaktionszentralen in Dutzenden Ländern, die sich ausschließlich an das ausländische Publikum richten, gestartet. Zu der Mediengruppe gehören ebenfalls die Projekte R-Sport, InoSMI, RIA-Rating u.a.

Die Markennamen werden weltweit häufiger als Quelle genannt

„Im Laufe dieses Jahres haben wir ein Netz an Redaktionszentralen geschaffen, in denen wir eine Nachrichtenagentur, einen Radiosender und ein Onlineportal betreiben. Wir haben es geschafft, dass unsere Markennamen im Ausland deutlich häufiger zitiert werden. Sputnik erzielt weitweit große Reichweiten mit seinen Radiosendern und Online-Portalen. In Russland werden Nachrichten aus dem Newsticker von RIA Novosti als Quelle weiterhin am häufigsten benutzt. Auf unseren Nachrichtencontent berufen sich die weltweit größten Medien – Reuters, Associated Press, AFP, Bloomberg, CNN, BBC, Al-Jazeera, New York Times, Wall Street Journal sowie Tausende führende nationale Medien im Ausland“, sagte der Generaldirektor von Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow.

„Für uns war es wichtig, die Zahlen von RIA Novosti und Stimme Russlands nicht zu verlieren, sondern zu vermehren, und wir freuen uns, dass dies erreicht wurde“, so die Chefredakteurin von Rossiya Segodnya, Margarita Simonjan.

In ihrem ersten Jahr konnte die Agentur ihre Führungsposition in Russland verteidigen und stieg zu den am häufigsten zitierten Medien im Ausland (nach Angaben von Factica.com, Factiva Dow Jones, Google, Medialogie) auf. Im Oktober stieg der Zitier-Index auch wegen des erfolgreichen Starts des arabischsprachigen Newstickers und den steigenden Nennungen als Originalquelle in den arabischen Medien.

Die Mediengruppe setzt künftig noch mehr auf Wirtschaftsnachrichten, einer der populärsten Bereiche bei Abonnenten und Lesern. Zudem wird die Kooperation mit ausländischen Partnern ausgebaut. Mit der chinesischen Agentur Xinhua wurde unter anderem ein wichtiges Abkommen unterzeichnet.

Globales Netz

Das Korrespondentennetz der Agentur zählt mehr als 100 Korrespondenten und freiberufliche Journalisten weltweit. Vertretungen der Agentur gibt es in mehr als 40 Ländern.

Rossiya Segodnya produziert 14 Newsticker auf Russisch, Englisch, Spanisch, Arabisch und Chinesisch.

Sie werden via Abonnement vertrieben und werden professionellen Medien, Unternehmen, Experten und staatlichen Institutionen zur Verfügung gestellt. Für einen ununterbrochenen Nachrichtenfluss im 24/7-Betrieb sind bereits Redaktionen in Washington und Kairo tätig. 2015 nehmen die Redaktionen in Peking und Montevideo ihren Betrieb auf. Die Radiosender erreichen 109 Millionen Hörer weltweit. Sputnik ist der weltweit größte internationale Radiosender und  ist unter den Top 5 der meistgehörten Radiosender der Welt. Das Hörfunkprogramm auf Russisch und Englisch erfolgt im 24/7-Format. Täglich werden in allen Sprachen mehr als 170 Stunden Programm im FM-Format und im Internet ausgestrahlt. Die Sputnik-Redaktionen betreiben Website-Portale und senden aus ihren Studios auf lokalen Frequenzen. In 130 Städten in 34 Ländern stehen für das Jahr 2015 insgesamt 800 Stunden Sendungen pro Tag in 30 Sprachen auf dem Programm. Die Mediengruppe Rossiya Segodnya produziert im 24/7-Betrieb rund 5000 Informationsmaterialien als Newsticker, Radiosendungen, Artikel bei Nachrichtenportalen.

Unter Kriegsbedingungen

Im ersten Jahr hatte Rossiya Segodnya leider den schrecklichen Tod eines Mitarbeiters zu beklagen. Beim Militäreinsatz der ukrainischen Regierungstruppen im August bei Donezk wurde unser Kollege und Fotokorrespondent Andrej Stenin getötet. „Er hat den Krieg in der Ukraine mutig und äußerst wahrheitsnah dargestellt. Das kostete Andrej sein Leben. Wir werden ihn für immer in Erinnerung behalten“, so Kisseljow. Aktionen für den lange Zeit vermissten Fotokorrespondenten fanden in 18 Ländern statt.

Unsere Sonderkorrespondenten und Fotojournalisten arbeiteten unter schwierigen Bedingungen in den Gebieten Donezk und Lugansk. In den meisten Fällen berichteten sie den Lesern, Hörern und Abonnenten als erste über die wichtigsten Ereignisse in der Ukraine. Einige berichten auch heute, häufig unter Lebensgefahr, nicht nur aus dem Osten der Ukraine, sondern auch aus Syrien, Irak, Jemen und Palästina.

In diesem Jahr stießen Journalisten von Rossija Segodnya auch auf Schikanen von Seiten der Behörden der  Ukraine, Litauens, Polens und von EU-Beamten. Es wurden Sanktionen verhängt, Akkreditierungen unbegründet entzogen, die Einreise und der Zutritt zu Pressekonferenzen verweigert oder bei der Berichterstattung über Wahlen Steine in den Weg gelegt. Viele dieser Schikanen wurden von Journalisten und Menschenrechtsorganisationen weltweit sowie von der OSZE verurteilt.

Genauigkeit und Objektivität

Der Nachrichtencontent von Rossiya Segodnya entspricht den weltweit höchsten Standards im Journalismus – Exklusivität, Schnelligkeit, Glaubwürdigkeit und Darstellung unterschiedlicher Ansichten und Positionen.

Die Berichterstattung ist durch klare Standards geregelt, die sich auf die Qualität der Informationen, darunter die Objektivität und Genauigkeit, auswirken. Genauigkeit ist für Rossiya Segodnya wichtigerer als Schnelligkeit.

Quelle: http://de.sputniknews.com

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