Verfasst von: Dr. Who | 4.6.15

1244 | BRD Medienkrieg: Landesmedienanstalt Thüringen ermittelt wegen Übertragung von RT-Sendungen

Alarm, alle Mann auf Gefechtsstation!

Der Deutsche wird bedroht. Nicht von Russland. Nicht von russischer Propaganda. Der Deutsche wird bedroht von Feinden der Freiheit, der Wahrheit, des Pluralismus, kurz: Feinden der Demokratie. So, wie das schon vor dem Ersten und auch dem Zweiten Weltkrieg der Fall war.

Der Deutsche soll es sich jetzt gefallen lassen, dass andere darüber befinden und bestimmen, was gut für ihn ist und was er sich selbst zumuten darf. Mutet er sich etwas Falsches zu, beispielsweise russischen Journalismus, könnten bald (strafrechtliche) Ermittlungen das Ergebnis sein (Annäherung und deutsch-russiches Bündnis sind der erklärte US-Albtraum und daher für die US-Kolonie BRD bedeutsam).

Der Deutsche hat beim Thema Russland und alternative Informationen die Fresse zu halten und es sich nicht zu wagen, dem zu widersprechen, was offiziell verlautbart wird. Der Deutsche hat klaglos hinzunehmen, dass er bevormundet und erniedrigt wird, und dass umtriebige Gruppen sich auf die Fahnen geschrieben haben, falsch denkende Deutsche mundtot zu machen oder zu ermorden.

Es ist also nicht leicht in der BRD, man lebt hier sehr gefährlich, wenn man so dreist ist, die seit mindestens 70 Jahren bestehende Fremdherrschaft in Frage zu stellen und endgültig abzuschütteln. Mit allen Mitteln. Mit aller denkbaren und notwendigen Konsequenz. Man kämpft damit an vielen Fronten. Taugliche Waffen sind bei dieser Schlacht unverzichtbar ebenso wie die Bereitschaft, sie abzufeuern.

Die Thüringer Landesmedienanstalt hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem der Erfurter Lokalsender Salve.TV die Sendung „Der Fehlende Part“ des russischen Nachrichtensenders RT Deutsch ausgestrahlt hatte.

Russia Today (RT)© Sputnik/ Yevgeniy Biyatov

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Mehrere Thüringer Landtagsabgeordnete übten Kritik an dem Lokalsender. So sagte Werner Pidde (SPD), die Originalsendung sei einseitig und hätte nur der „russischen Sicht“ entsprochen, was nicht dazu beitrage, dass die Zuschauer eine objektive Vorstellung von der Situation haben. Andre Blechschmidt (Linke) verwies darauf, dass der russische Sender „sehr regierungsnah“ sei. Madeleine Henfling (Bündnis 90/Grüne) kritisierte die „unkommentierte Ausstrahlung von RT, ohne journalistische Auseinandersetzung“.

Salve.TV-Gesellschafter Klaus-Dieter Böhm stellte sich vor die Redaktion seines Senders und unterstrich, dass deutsche Zuschauer selbst entscheiden dürfen, ob sie RT-Deutsch-Programme sehen wollen oder nicht. Die Kritik am russischen Sender sorgte für Unmut bei vielen deutschen Fernsehzuschauern, die sich für Meinungsvielfalt beim Lokalsender Salve.TV ausgesprochen hatten.

„Was da derzeit gemacht wurde an Anti-Russland-Hetze, das ist nach meinem Empfinden überhaupt nicht eine Vielfalt von Medien gewesen. Egal wo, man konnte immer das Gleiche lesen. Und wenn sich dann ein Sender mutig outet, zu sagen: ‚Wir sind bereit, auch mal eine andere Sicht mitzuteilen‘, dann finde ich das äußerst begrüßenswert“, sagte ein Zuschauer gegenüber Salve.TV.

„Eigentlich gilt in Deutschland so eine Regel, dass alle zu Wort kommen können – unter dem Motto Pressefreiheit. Und wenn da ein Teil fehlt, dann vermute ich dahinter ein Kalkül“, so ein anderer Zuschauer. „Ich finde, das ist einfach eine Bereicherung für die Medienlandschaft“, ergänzte ein weiterer Zuschauer.

Chefredakteurin von Russia Today Margarita SimonjanRT-Chefredakteurin: Keine Verstärkung Washingtons durch mehr Geld für Medien

„Vertreter des deutschen Lokalsenders Salve.TV hatten sich selbst bereit gezeigt, RT-Sendungen auszustrahlen“, sagte RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan. „Wir haben natürlich zugestimmt. Und jetzt treten Landtagsabgeordnete und deutsche Medien gegen ihren eigenen Sender auf und rufen ihn zur Zensurierung auf. Im demokratischen Deutschland drohen die freiheitsliebenden Europäer einem deutschen Sender, weil er gewagt hat, einen Standpunkt vorzustellen, der dem deutschen Mainstream widerspricht.“ 

Die Sendung „Der fehlende Part“ wird auf rtdeutsch.com seit November 2014 ausgestrahlt. In der wöchentlichen Talkshow diskutieren Experten aktuelle Themen und Probleme, die von den „Mainstream“-Medien in Deutschland verschwiegen werden.

Der Aufruf zur Ausstrahlung von RT Deutsch ist im Laufe von wenigen Monaten von mehr als 30 000 Menschen unterzeichnet worden. Darüber berichteten große deutsche Medien wie „Die Welt“, „Der Tagesspiegel“ und Deutsche Welle. So äußerte ein „Welt“-Reporter bezüglich der Perspektiven von RT Deutsch damals: „Ob der Kreml-Sender ‚Russia Today‘ sich in Deutschland etablieren wird? Wünschenswert wäre es nicht, realistisch ist es allemal.“

Interesse an der Sicht russischer Medien auf internationale EreignisseEuropa und USA offen für alternative Standpunkte

Die überwiegende Mehrheit der Europäer und der US-Amerikaner zeigt Interesse am Zugang zu alternative Sichtweisen auf internationale Ereignisse, darunter auch zur Sicht russischer Medien, ergibt eine Umfrage von ICM Research für die Nachrichtenagentur Sputnik im Rahmen des Projekts Sputnik.Meinungen.

Mit durchschnittlich 60 Prozent sprachen sich die Befragten in Europa und in den USA dafür aus, dass in den Medien diverse Sichtweisen auf international aufsehenerregende Ereignisse vertreten sein sollen.

Je 57 Prozent sprachen sich dafür in den USA und in Großbritannien aus. In Deutschland interessieren sich 55 Prozent der Befragten für eine alternative Sicht. In Frankreich liegt diese Zahl fast bei der Hälfte: bei 49 Prozent.

Quelle: de.sputniknews.com

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