Verfasst von: Dr. Who | 8.8.15

1292 | Armata T-14: König der Panzer

Ein unbemannter Turm, ein Radar wie bei modernsten Kampfjets, Optionen für die netzwerkzentrierte Kriegsführung und eine sehr effiziente Panzerung – es gibt immer mehr Details zum neuen russischen Panzer Armata T-14.

Ein Sprecher des russischen Forschungsinstituts für Stahl sagte der Agentur Tass, die Panzerung des Armata schütze vor allen gegenwärtigen Projektilen, die von anderen Panzern abgefeuert werden, aber auch vor Panzerabwehrraketen und Granatwerfern mit einem Kaliber von bis zu 150 mm.

Die Onlinezeitung rusdialog.ru beschäftigte sich mit weiteren Vorteilen des neuen Panzers. Dieser hat einen unbemannten Turm – für diese Zwecke wurde eine digital gesteuerte Kanone entwickelt. Dadurch konnte der Turm verkleinert werden, um die Angriffsfläche für gegnerischen Beschuss zu reduzieren.

Panzer Armata (T-14)

© Sputnik/ Host Photo Agency / Maxim Blinov

Panzer Armata soll noch stärker werden: „Russland immer einen Schritt voraus“

Die Besatzung befindet sich in einer gepanzerten Kapsel, die von Munition und Treibstoff sicher abgeschottet ist und einen Volltreffer aus jeder Panzerabwehrwaffe verkraften soll.

In der Kapsel gibt es Bildschirme und Anzeigen, um die Geschehnisse draußen zu verfolgen. Dies wird durch ein System von hochauflösenden Kameras, Infrarot-Sensoren und Zieleinrichtungen ermöglicht. Deren Aufgabe besteht darin, eine Rundumsicht und eine möglichst effiziente Zielerfassung zu sichern – auch bei Nacht.

Im Sinne der netzwerkzentrierten Kriegsführung soll der Panzer außerdem ständig Informationen von anderen Kampffahrzeugen, Führungszentralen, Drohnen und sogar Aufklärungssatelliten bekommen. Künftig sollen all diese Methoden ermöglichen, einen völlig unbemannten und ferngesteuerten Panzer zu entwickeln.

Nach Angaben der Tageszeitung „Iswestija“ soll der Armata-Panzer ein aktives Phased-Array-Radar bekommen. Über solche Radare verfügen auch die modernsten russischen T-50-Kampfjets, die derzeit getestet werden und bald in Serie gehen sollen. Jedes Radar besteht aus vielen kleinen Zellen. Wenn eine davon beschädigt wird, funktioniert die Antenne weiter. Außerdem muss das Radar nicht mechanisch bewegt werden, um die Ortungsrichtung zu wechseln.

Kampfpanzer T-14 Armata

© Sputnik/ Ilya Pitalev

Russischer Panzerbauer: Armata hat "unbegrenztes Modernisierungspotenzial"

Der russische Militärexperte Viktor Murachowski erläuterte: „Es gibt zwei Optionen, um solche Radare bei Panzern zu verwenden. Sie können entweder als Teil des Feuerleitsystems oder als aktiver Schutz zum Einsatz kommen. Die Antenne soll anfliegende Projektile entdecken. Das Radar gibt sofort deren Koordinaten und Parameter an. Danach vernichtet das Panzer das Ziel.“

Der Armata hat derzeit eine 125-mm-Kanone. Später soll er eine 152-mm-Kanone bekommen. Diese soll laut Vizepremier Dmitri Rogosin in der Lage sein, einen Meter Stahl zu durchbrennen.

Kampfpanzer Т-14 Armata

© Sputnik/ Vladimir Astapkovich

Armata: Russlands neuartiger Panzer in nur zwei Jahren entstanden

Nachdem Russland den Panzer bei der Militärparade am 9. Mai gezeigt hatte, bekundeten andere Länder Interessen an der Neuentwicklung. „Vor allem geht es um unsere traditionellen Partner wie Indien, China und Südostasien“, sagte Wladimir Kozhin, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Allerdings soll der Armata zunächst, wie es hieß, an die russischen Streitkräfte geliefert werden – Exporte kommen erst künftig.

Quelle: de.sputniknews.com

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