Verfasst von: Dr. Who | 12.8.15

1311 | Vorbild Ungarn: Absolute Neutralität trotz NATO-Mitgliedschaft

Gábor Vona, Präsident der ungarischen Jobbik-Partei, hat Abgeordnete während einer Pressekonferenz zur völligen Neutralität im Falle eines bewaffneten Konflikts zwischen Russland und der NATO aufgerufen, selbst wenn dies gegen die Interessen der EU oder der NATO verstoße.

Bild: Ungarisches Parlamentsgebäude in Budapest, Fotograf: KittyKati727 – Indafotó, Lizenz: CC-BY-SA-2.5-hu

„Hinter dem bewaffneten Konflikt in der Ukraine läuft ein geopolitisches Spiel, aus dem Ungarn sich heraushalten sollte“, sagte Jobbik-Präsident Gábor Vona während einer Pressekonferenz am Mittwoch. „Dies sollte klargestellt werden, bevor die Krise weiter eskaliert“, führte er weiter aus.

Die Verschlechterung der internationalen Lage und dem anhaltenden bewaffneten Konflikt in der Ukraine werde auch für Ungarn immer bedrohlicher. Er betonte, keine Gerüchte oder Panik verbreiten zu wollen, doch rief er zur Neutralität im Falle einer militärischen Konfrontation zwischen Russland und der NATO auf. „Kein internationales Abkommen kann den natürlichen Wunsch des ungarischen Volkes nach Frieden und Neutralität außer Kraft setzen“, so Vona.

Er forderte die Parteien Ungarns dazu auf zu versprechen, sich in einem solchen Falle völlig neutral zu verhalten, auch wenn dies gegen die Interessen der EU oder der NATO verstoße. „Ungarn hat nichts mit dem ukrainischen Konflikt zu tun, weshalb wir die internationalen Akteure auffordern, Ungarn aus diesem Konflikt herauszuhalten.“

Im Zuge der NATO-Osterweiterung trat Ungarn dem Militärbündnis im Jahr 1999 bei. Die rechte Jobbik kam bei der Europawahl 2014 auf 14,68 % der Stimmen und wurde zweitstärkste Partei.

Quelle: gegenfrage.com

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