Verfasst von: Dr. Who | 9.9.15

1358 | Flüchtlinge Folge von US Verrat und Destabilisierungspolitik

Dem ehemaligen Präsidenten Afghanistans Hamid Karsai zufolge sollen sich Europa und die USA im Kampf gegen Terrorismus mit Russland und China vereinigen und auf den russischen Staatschef Wladimir Putin hören.

FOCUS Online: Putin plant Bündnis gegen Islamischen Staat

„Wenn der Westen und die USA aufrichtig gegen Terrorismus kämpfen, müssen sie mit Russland und China Schulter an Schulter stehen und auf Präsident Putin hören“, sagte Karsai Sputnik Arabic in einem Interview.

Der afghanische Ex-Staatschef unterstütze völlig den Vorschlag Putins, die Anstrengungen der verschiedenen Seiten, die gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ kämpfen, zu vereinigen.

„Wenn sie (die USA und die Nato – d. Red.) spüren, dass sie nicht in der Lage gewesen sind, den Terrorismus zu bekämpfen, dann ist es Zeit für sie, mit den großen Mächten der Welt Konsultationen aufzunehmen, die auch Nachbarn von Afghanistan sind: Russland, China, Indien und dem Iran“, fügte Karsai hinzu.

Dabei deutete der afghanische Ex-Präsident darauf hin, dass die Terrormiliz „Islamischer Staat“ nicht selbständig im Irak und in Syrien an Kraft hätte gewinnen können. „Keiner kann so militärisch aktiv und so schnell sein ohne Unterstützung von außen“, so der afghanische Ex-Präsident. Karsai sprach in diesem Zusammenhang von einer „ausländischen Hand“ und von „ausländischem Interesse“ am IS-Aufstieg.

Putin: IS verursacht Flucht von Menschen aus Syrien

Die IS-Milizen gelten derzeit als die größte Gefahr für die globale Sicherheit. Im Laufe von drei Jahren konnten die Terroristen weite Territorien des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle bringen. Zudem versuchen sie, ihren Einfluss auch auf Nordafrika, darunter auf Libyen, auszuweiten.

Derzeit kontrolliert der IS etwa 90.000 Quadratkilometer Fläche, auf der ein Kalifat mit eigenen Gesetzen und eigenen Machtorganen ausgerufen wurde. Die Zahl der Extremisten wird auf 50.000 bis 200.000 geschätzt. Eine einheitliche Front gegen den IS gibt es bislang nicht. Gegen die Gruppierung kämpfen jetzt die Regierungstruppen Syriens und des Irak, aber auch Kurden sowie libanesische und irakische Schiiten. Die von den USA angeführte internationale Koalition beschränkt sich nur auf Bombenangriffe.

Der Konflikt forderte bislang mehrere hunderttausend Tote. Einige Millionen Bürger mussten flüchten.

Quelle: de.sputniknews.com

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