Verfasst von: Dr. Who | 25.9.15

1374 | US-Militärexpertin: Noch nimmt Russland US-Provokationen hin

Die US-Behörden glauben nicht, dass sie die Macht teilen sollen, wie Karen Kwiatkowski, ehemalige Analystin des Pentagon und Oberst a.D. der US-Luftstreitkräfte, sagte.

Interkontinentalrakete RS-24 „Jars“© Sputnik/ Vadim Savitsky

Pentagon-Chef Carter: Russland ist eine “sehr, sehr bedeutende Bedrohung”

In ihrem Kommentar zu der Information, dass das US-Verteidigungsamt erstmals nach dem Zerfall der Sowjetunion seinen Handlungsplan für eine eventuelle Konfrontation mit Russland revidiert, gab Kwiatkowski zu bedenken, dass die Neokonservatoren Russland nie aus dem Blickfeld verloren hätten.

Ein zweiter Faktor, der Russland als potenziellen Feind oder Ziel in den Vordergrund rücke, sei die finanzielle Verwundbarkeit der USA, so Kwiatkowski. Seit Jahren war der Dollar eine Weltreservewährung, doch jetzt sieht er sich mit vielen Herausforderungen angesichts der wirtschaftlichen Probleme des Landes konfrontiert.

„Russland ist ein großes und wichtiges Land, es hat Gold und keine so große Staatsschuld wie die USA. Daher ist Russland ein Konkurrent hinsichtlich der finanziellen Vorherrschaft“, erläuterte  Kwiatkowski. Laut der Expertin ist Russland auch ein Rivale in der Frage der Weltherrschaft, dabei setze das Pentagon weiterhin auf die Unipolarität der Welt.

Barack Obama, Wladimir Putin und Xi Jinping© Sputnik/ Alexei Drushinin

USA bauschen „russische Bedrohung“ absichtlich auf – US-Kolumnist

„So wird Russland natürlich eine führende Position einnehmen und sogar mehr als 1989 oder 1991 (…) Ich glaube, dass Russland durch die Außenpolitik der USA und des Pentagon bereits in die Top-3 der Länder eingereiht worden ist, die eine Bedrohung darstellen können. Wir bewegen uns schon darauf zu, Russland als einen potenziellen militärischen Gegner und nicht einfach als einen Rivalen zu definieren“, äußert die Expertin.

Viele Beamte in der US-Regierung seien mit der „aggressiven Rhetorik“ unzufrieden, die die USA nicht nur gegenüber den „Ländern vierter Sorte“, sondern auch gegenüber Russland verwenden, da der Abtausch von scharfen Erklärungen mit einem Land, das Nuklearwaffen besitze, nicht ungefährlich aussehe.

„Aber wenn man den gleichen beleidigenden und aggressiven Stil gegenüber einem Land verwendet, das Kernwaffen besitzt, das hinsichtlich der Kriegsmacht und der strategischen Vorherrschaft den USA gleich ist, dann spricht man eine Sprache, die nicht nur einen Krieg, sondern auch den Einsatz von Kernwaffen herbeiführen kann, was eine riesige Katastrophe bedeuten würde“, schloss Kwiatkowski.

Einen weiteren Grund dafür, dass die USA auf eine Konfrontation mit Russland eingehen, sieht sie in den Einnahmen aus der Waffenproduktion: Um Großverkäufe zu sichern, brauche das Pentagon neue Gegner, das Eindringen in andere Länder und den Anti-Terror-Kampf in der ganzen Welt.

Quelle: de.sputniknews.com

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