Verfasst von: Dr. Who | 11.12.15

1408 | Putin: Kämpfer bis zum letzten Atemzug

Im Dezember erscheint ein Memoirenbuch des ehemaligen lettischen Präsidenten Valdis Zatlers, in dem er auch die persönlichen Eigenschaften des russischen Staatschefs Wladimir Putin einschätzt. Unter anderem  bezeichnete er den russischen Spitzenpolitiker als einen großartigen Taktiker, der immer „fünf Reservepläne“ habe.

Die Agentur Delfi veröffentlicht am Donnerstag Ausschnitte aus dem Buch mit dem Titel „Da bin ich“ in russischer Sprache.

Im Buch vertritt Zatlers die Auffassung, dass in der Politik des russischen Präsidenten immer die Denkweise eines KGB-Offiziers mitspiele, der im Voraus „mehrere Varianten für die Erlangung eines Ziels ausarbeitet und natürlich mindestens fünf Reservepläne hat“.

Aus diesem Grund ist Putin laut Zatlers „in seiner Taktik absolut unvorhersehbar“.  Als echter Mitarbeiter des Geheimdienstes verändere er schnell seine Haltung und „macht dies blendend“.

„Putin ist immer selbstbewusst und Kämpfer bis zum letzten Atemzug“, schreibt Zatlers.

Ihm zufolge hat Putin „die eindeutige Begabung eines Geheimdienst-Offiziers“ und ist „in Wirklichkeit kein Präsident, sondern ein KGB-Virtuose“.

„Putin fühlt sich wie ein Supermann, der alle eigenen Mängel selbst beseitigt hat“, so Zatlers weiter.

Putin würden starke Persönlichkeiten gefallen, die direkt und offen sprechen. „Dies bedeutet aber nicht, dass Putin kein Spieler ist. Im Gegenteil – Spiel und Herausforderungen bringen ihm Befriedigung“, fügte der Politiker hinzu.

Zurzeit führe Putin das Spiel mit dem Westen nach seinen eigenen Regeln, die „sich von der internationalen Praxis unterscheiden“. „Damit der Westen siegen kann, wird er (der Westen) diese Regeln lernen müssen“, so der Ex-Präsident.

„Im Unterschied zu vielen Menschen denke ich, dass Putin auch ein guter Verlierer ist, der nie resigniert“, schreibt Zatlers.

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Quelle: de.sputniknews.com

Der Westen kann der Welt nichts (mehr) geben. Putin und der östliche Weg hingegen schon. Und es wird der östliche, der integrative, spirituelle Weg sein, der gegangen wird – ob es dem Westen gefällt oder nicht. Im Osten geht die Sonne auf – nicht im Westen, ebenso wenig wie sich die Sonne um die Erde dreht.

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