Verfasst von: Dr. Who | 23.1.16

1429 | Vorbild Schweden: Vorlesung für Flüchtlinge

Auf der Insel Tjörn vor der Westküste Schwedens hat ein Beamter minderjährigen Flüchtlingen mit Schnee und ewiger Nacht gedroht, berichtet die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter.

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Als in einem Flüchtlingsheim für Jungen ein wichtiger Schlüssel verschwand, drohte ein Vertreter der lokalen Behörden den Kindern, sie in den Norden des Landes zu schicken, wo Polarnacht herrscht, so die Zeitung. Nun wird sich mit der Situation ein parlamentarischer Menschenrechtsbeauftragte beschäftigen.

Laut einer Anklägerin, dem Vormund eines der Jungen, ereignete sich der Vorfall bereits im Dezember. Ihr Mündel habe sich so stark erschreckt, dass es sogar fliehen wollte.

Die Frau teilte der Zeitung mit, dass ein Vertreter der Insel-Verwaltung Kindern damit gedroht habe, ihnen über die Weihnachtsferien sämtliche feierliche Veranstaltungen vorzuenthalten. Falls ihnen das nicht gefallen sollte, würden sie gar nach Norrland, den nördlichsten Verwaltungsbezirk des Landes, geschickt.

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Daraufhin soll der Beamte den Jungen eine Karte von Norrland gezeigt und damit gedroht haben, dass sie nördlich des Polarkreises ein halbes Jahr lang keine Sonne sehen würden. Als die Frau von dem Vorfall erfahren habe, habe sie eine Klage an einen Menschenrechtsbeauftragten geschickt.

Als Journalisten der Zeitung Dagens Nyheter den Beamten, der das Flüchtlingsheim besucht hatte, kontaktierten, vermittelte dieser eine eigene Version des Vorfalls. Dem Beamten zufolge hatte er dem Jungen einfach erklärt, ein Leben auf der Insel sei freiwillig und falls sie mit den Bedingungen unzufrieden sein sollten, könnten sie in ein anderes Heim, wo es noch freie Plätze gibt, überstellt werden.

Dabei habe er den mindenjährigen Flüchtlingen tatsächlich eine Karte von Norrland und die Stadt Kalix gezeigt sowie von der Polarnacht erzählt. Seinen Worten nach sei das jedoch keine Bedrohung gewesen, sondern eine Art Vorlesung über Schwedens Geographie.

Quelle: de.sputniknews.com

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