Verfasst von: Dr. Who | 29.2.16

1468 | Hohes Versorgungsniveau für Flüchtlinge: Designermöbel als Grundausstattung

Da Deutschland ein hohes Versorgungsniveau für Flüchtlinge bietet, bleiben diese auch zu 90 Prozent in Deutschland. Ein Absenken der Standards würde es erleichtern, die Flüchtlinge auf Europa aufzuteilen. Müller kritisiert auch, dass weltweit nur 150 Milliarden Euro für Frieden ausgegeben werden, aber das 10-fache dessen für das Militär aufgewendet wird. 

Von Redaktion/dts

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, langfristig die Asyl- und Versorgungsstandards für Flüchtlinge in Deutschland abzusenken: "Es ist paradox, dass wir innerhalb des Schengenraums keine Grenzen, aber vollkommen unterschiedliche Standards bei der Asylgewährung, im Verfahrensrecht und in den materiellen Leistungen haben. Das führt unter anderem dazu, dass 90 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland bleiben", sagte Müller dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Auch die Rücksichtnahme auf die deutsche Geschichte sollte den notwendigen Anpassungsprozess an das europäische Niveau nicht verhindern, meinte der CSU-Minister. "Ich habe meinen Wahlkreis im Länderdreieck mit Österreich und der Schweiz. In den beiden anderen Ländern gelten andere Standards. Sie sind dennoch hoch akzeptierte Mitglieder der europäischen Staatengemeinschaft."

Es gebe in Deutschland "ein vergleichsweise hohes Versorgungsniveau für Flüchtlinge". Wenn die aktuelle Herausforderung mit Syrien und Irak bewältigt sei, werde das Flüchtlingsthema für Deutschland nicht erledigt sein, sagte Müller. "Eine der Konsequenzen muss dann sein, auch in Deutschland europäische Standards für das Asyl-, Migrations- und Ausländerrecht umzusetzen". Das bedeute in einem Europa der offenen Grenzen, dass der materielle Anspruch und auch der Verfahrensweg harmonisiert werden müsse.

Müller nannte es "ein grobes Missverhältnis", dass weltweit 1.500 Milliarden Euro für Rüstung und Militär ausgegeben werden und nur 150 Milliarden für Entwicklungs- und Friedensarbeit. Militär und Panzer führten nicht zu Frieden. Das zeige sich immer wieder, wenn man die Dinge zu Ende denke.

Quelle: contra-magazin.com

Hoch oben im Westerwald geht es in den ländlich-waldreichen Regionen nicht jedem Deutschen wirklich gut. Und manch einer, der jeden Cent mehrfach umdrehen muss, wundert sich, warum Asylbewerber dort jetzt Designereinrichtungen finanziert bekommen. Gegen den Unmut in der Bevölkerung gab es zuvor einen »Anti-Neid-Kurs«. Nein, das ist kein Scherz.

Wenn eine ländliche deutsche Gemeinde weniger als 600 Einwohner hat, dann geht es dort beschaulich zu. Jeder kennt jeden. Man ist im Heimatverein und bei der freiwilligen Feuerwehr. Man hält zusammen. Und Fremde werden misstrauisch beäugt. Das ist auch so in der 550 Einwohner zählenden Gemeinde Berod hoch oben im Westerwald. Der Ort liegt sieben Kilometer südlich der Kreisstadt Altenkirchen im äußersten Norden von Rheinland-Pfalz.

Ganz behutsam und vielleicht sogar ohne tiefere Hintergedanken wurden die Einwohner dort in den letzten Jahren auf die multikulturelle Zukunft vorbereitet. Landrat Michael Lieber (CDU) erschien beispielsweise im August 2013 als orientalischer Scheich verkleidet auf dem Sportplatz von Berod.

Das örtliche Sommerfest stand damals unter dem Motto »Märchen aus Tausendundeiner Nacht«. Neben dem Scheich hatten die Beroder zum ersten Mal auch einen Haremswächter und eine orientalische Bauchtänzerin im Dorf. An diese orientalische Szene erinnern sich in diesen Tagen viele Einwohner. Denn Anfang März 2016 kommen echte Scheichs nach Berod, etwa Amer Scheich Ali. Der wird dann im frisch renovierten Zimmer 4 eines früheren Hotels wohnen, welches künftig in einem ersten Schritt etwa 30 und später vielleicht noch weitaus mehr allein reisende junge Orientalen beherbergen wird, die sich in Deutschland als Flüchtlinge registrieren ließen.

Die Einwohner von Berod sind jetzt gespannt darauf, ob das echte »Märchen aus Tausendundeiner Nacht« auch so lustig werden wird wie jenes Sommerfest, bei dem der Landrat als Scheich verkleidet auftrat und zusammen mit Haremswächter und Bauchtänzerin feierte. Vielleicht können sich die Einheimischen von Berod und die neuen orientalischen Mitbürger an der Hausbar des neuen Asylbewerberheims kennenlernen. Sie wird nach Angaben der im Haus noch arbeitenden Handwerker direkt neben den Zimmern von Alaa Al Sarmani, Belal Alyosef, Hamed Abou Daken, Omar Al Mohamed und Belal Al Kadah gebaut.

Die Einwohner von Berod, die ganz gewiss nicht zu den wohlhabenderen Deutschen gehören und von Landwirtschaft oder anderen nicht eben üppig bezahlten Jobs in der Umgebung leben, würden wohl staunen, wenn sie wüssten, wie die Kulisse für das neue »Märchen aus Tausendundeiner Nacht« an der Ecke Rheinstraße und Im Gassegarten gerade aufgebaut wird.

Genau dort, wo direkt gegenüber ein Neubaugebiet für 19 neue Häuser ausgewiesen ist und junge Familien sich hoch verschulden werden, um zukünftig ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben, ziehen nun orientalische Scheichs ein wie Amer Scheich Ali, die keinen Cent dafür ausgeben müssen, um fast schon ein wenig fürstlich in Designersesseln und einem edlen Ambiente leben zu können. Wahrscheinlich werden die meisten der gerade in Planung befindlichen 19 Neubauten auf der anderen Straßenseite innen nicht einmal annähernd so luxuriös ausgestattet werden wie das erste Asylantenheim in Berod, wo man sich als Besucher schon jetzt nur noch erstaunt die Augen reibt.

Auch ein deutscher Hartz-IV-Empfänger, der in der Nähe lebt und die neue Asylunterkunft besichtigt hat, wundert sich, warum er als deutscher Arbeitsloser vom Altenkirchener »Verein Neue Arbeit« im Bedarfsfalle eine gebrauchte alte Waschmaschine bekommt, den Asylbewerbern in Berod aber alle Geräte neu hingestellt werden.

Die Einbauküche ist ebenso erlesen wie die Bäder. Und die Handwerker schätzen subjektiv, dass viele Fliesen pro Quadratmeter etwa 50 Euro gekostet haben, wobei einem deutschen Arbeitslosen wahrscheinlich fünf Euro reichen müssten. Küchen, Kühltruhen, Spül- und Waschmaschinen, Herde – alles nagelneu und ebenso wie die Designergarnituren offenkundig keine Billigwaren.

Vor einigen Monaten, so berichtet eine ältere Frau im Dorf, habe es im Bürgerhaus eine Veranstaltung gegeben, eine »Anti-Neid-Therapie«. Was wie ein Scherz klingt, stand auch in der Lokalzeitung Altenkirchener Kurier – »Besucherinnen erleben bewegende Anti-Neid-Therapie«. Fünf Euro kostete die Teilnahme am »Anti-Neid-Kurs«. Dafür bekamen Beroder Frauen den Rat, stärker auf Gott zu vertrauen. »Das geistliche Leben ist ein starkes Abwehrmittel gegen Neid: die Gewissheit, dass wir von Gott uneingeschränkt geliebt sind und er uns nie loslässt«, sagte die Referentin. Heute ahnen manche der Zuhörer, warum es im Bürgerhaus von Berod für fünf Euro einen »Anti-Neid-Kurs« gab.

Unterdessen werkeln die Handwerker fleißig weiter. Jedes Zimmer hat gerade einen Anschluss für einen Fernseher bekommen. Die Fernseher sollen in den nächsten Tagen angeschlossen und getestet werden. Die Nachbarn haben davon gehört und hoffen, dass die Asylbewerber viel fernsehen werden. Zumindest dann, wenn die Männer von Berod arbeiten und die Frauen und Töchter allein daheim sind. Viele haben Angst, weil inzwischen in jedem Dorf der Region mindestens ein Haus mit vielen Asylbewerbern gefüllt ist. Schon jetzt, so berichten die Anwohner, dauere es ohne Asylbewerber nach einem Notruf bis zu einer Stunde, wenn man die Polizei gerufen habe.

Von den Polizisten der Wachen in Hachenburg und Altenkirchen will sich keiner offiziell dazu äußern. Ein Polizist einer anderen Dienststelle zeigt uns nach Dienstschluss auf seinem Mobiltelefon Fotos, die er verbotenerweise aufgenommen hat. Wie auch in den benachbarten Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen haben auch die rheinland-pfälzischen Polizeibeamten nach eigenen Angaben das Verbot, ein Mobiltelefon mit ins Innere einer Asylbewerberunterkunft zu nehmen. Angeblich soll so verhindert werden, dass unschöne Aufnahmen in die Öffentlichkeit gelangen. Mehrere Polizisten haben sich nicht an diese Anweisung gehalten und Fotos gemacht, die zeigen, was in kurzer Zeit aus frisch renovierten Nobelherbergen mit Designersesseln wie in Berod werden könnte: schmutzige und heruntergekommene Müllhalden. »Die jungen Männer sind es gewohnt, dass Frauen ihren Dreck wegmachen«, sagt ein Polizist. Und wenn nur junge Männer einziehen, dann macht keiner den Dreck weg. Vielleicht wird in Berod ja alles ganz anders sein. Aber vielleicht wird es im Bürgerhaus des Dorfes nach dem »Anti-Neid-Kurs« ja demnächst auch einen Kurs geben, wie man sich als Einheimischer in das Leben der Asylbewerber integrieren und für sie putzen kann. Im Mekka Deutschland sind solche Kurse heute völlig normal. Und die Asylindustrie ist nun einmal inzwischen auch im tiefsten Westerwald angekommen.

In der Kreisstadt Altenkirchen gibt es jetzt ein Welcome-Center für Asylbewerber. Hinter vorgehaltener Hand schimpfen viele Mitarbeiter der Verbandsgemeinde darüber, wie Asylbewerber hofiert und gegenüber den in Not geratenen ärmeren Einheimischen bevorzugt werden. Manche Mitarbeiter berichten, dass sie fast nur noch damit beschäftigt seien, die Wünsche für die Neuausstattungen von Asylbewerberunterkünften zu befriedigen. Der »Verein Neue Arbeit«, so heißt es, habe den für die Betreuung von Asylbewerbern zuständigen Mitarbeitern in Altenkirchen unlängst gut erhaltene gebrauchte Stühle zum Stückpreis von fünf Euro angeboten. Solche Stühle bekommen aber nur deutsche Hartz-IV-Empfänger, für Flüchtlinge seien ausschließlich neue Stühle zu bestellen.

Die Stühle in Berod sollen viel Geld gekostet haben. Montiert wurden sie nach Angaben der Handwerker vor Ort angeblich von deutschen Ein-Euro-Jobbern, die tagsüber für Asylbewerberheime Designereinrichtungen montieren und nach Dienstschluss Mülltonnen nach Pfandflaschen durchwühlen müssen, damit sie über die Runden kommen. Aber wer weiß, vielleicht finanziert ihnen das Sozialamt ja demnächst einen »Anti-Neid-Kurs«.

Vielleicht aber werden jene Politiker, die für diese Zustände verantwortlich sind, bei den bevorstehenden Landtagswahlen eine schallende Ohrfeige von den Wählern bekommen und einmal darüber nachdenken, was sie da angerichtet haben. Aber es sieht nicht danach aus.

Stattdessen wird nun in den Gemeinden um Berod nach einem Bauplatz für eine Moschee gesucht. Schließlich brauchen die vielen neuen muslimischen Mitbürger auch einen repräsentativen Bau für ihre Religion. Das könnte einfacher werden als gedacht. Denn die 19 Bauplätze in Berod gegenüber dem neuen Asylbewerberheim verlieren derzeit rasend schnell an Wert. Möglicherweise finden sich ja auch Gutmenschen in Berod, die den neuen Mitbürgern nun auch noch eine Moschee spendieren werden.

Quelle: info.kopp-verlag.de

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