Verfasst von: Dr. Who | 1.10.16

1552 | „US-Streitkräfte töten und zerstören“

Die US-Streitkräfte sind nicht die Besten in der Welt, weil sie töten und zerstören, ohne ihre politischen Ziele zu erreichen, wie die Zeitschrift „The Nation“ schreibt.

Der amtierende US-Präsident Barack Obama bezeichnete einmal bei einer Rede vor dem Kongress die amerikanischen Truppen „als die stärkste Kampfkraft in der Weltgeschichte“. 2001 erklärte dasselbe der damalige Staatschef George W. Bush.

Im Zeitraum zwischen beiden Aussagen waren die USA laut der Zeitschrift unter Berufung auf das Kommando für Spezialoperationen der Vereinigten Staaten (SOCOM) an neun Konflikten beteiligt. Die USA hatten dabei keinen einzigen Sieg, zwei Niederlagen und sieben Unentschieden erreicht, so die SOCOM-Angaben, die auf der Analyse der Konflikte mit US-Teilnahme in den letzten hundert Jahren beruhen. Viele dieser Konflikte sind der Zeitung zufolge den Lesern bisher nicht bekannt. Etliche Konflikte verschwinden dem Blatt zufolge für immer aus der sogenannten „grauen Zone“, dem Zustand zwischen Krieg und Frieden.

Andrew Bacevich, der Oberst a.D. der US-Streitkräfte und Professor, sagte dazu, viele Politiker, darunter auch die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, welche die USA „zu der weltweit stärksten Militärkraft“ erklären, kommentierten dabei nicht, was eigentlich Washington durch seine Einsätze erreicht habe.

„Wir haben nicht gezeigt, dass wir unsere politischen Ziele in überzeugender Weise und zu annehmbaren Kosten erreichen können“, so Bacevich.

Der Professor gab ferner zu: „Wir können Menschen töten und Dinge zerstören.“

Abschließend führte der Autor des Artikels ein Beispiel für die Tätigkeit der „stärksten Kampfkraft“ an. 2003 plädierte der damalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld für den Schutz der Amerikaner, die Vernichtung der irakischen Massenwaffen und Befreiung des irakischen Volkes. Im Ergebnis wurden dem Autor zufolge keine Waffen vernichtet, weil es solche dort nicht gegeben habe. Die „Befreiung“ führte dabei zu zahlreichen Tötungen, und die Amerikaner fühlen sich demnach kaum sicher. Laut einer Umfrage haben die amerikanischen Bürger zurzeit mehr Angst vor Terrorismus als nach den Terroranschlägen am 11. September 2001.

Quelle: de.sputniknews.com

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