Verfasst von: Dr. Who | 24.11.16

1560 | Alarmierend: Erschreckend unintelligente US-Jugend

Schüler und Studenten aus den USA können Nachrichten von Falschmeldungen und Werbung nicht unterscheiden. Das haben Kommunikationswissenschaftler von der Stanford University in einer Studie herausgefunden, deren Ergebnisse sie auf der offiziellen Webseite der Hochschule veröffentlichten.

Die US-Forscher haben den Jugendlichen im Rahmen der Studie einfache Aufgaben gestellt, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu prüfen. So sollten Mittelstufenschüler auf einem ausgedruckten Screenshot eines Nachrichtenportals erkennen, was von dem Inhalt Werbung und was davon eine echte Nachricht sei.

Das Resultat: 75 Prozent der 203 Teilnehmer konnten einen Werbebanner von einer Nachricht unterscheiden. Über 80 Prozent von ihnen hätten jedoch einen Text, der deutlich als „Werbeinhalt“ gekennzeichnet gewesen sei, für einen redaktionellen Artikel gehalten.

Zudem haben die US-Wissenschaftler High-School-Schüler gefragt, inwiefern die Meldung, dass in der Nähe des Fukushima-Reaktors Blumen mit einer Doppelblüte wachsen, echt sei.

Entgegen den Erwartungen hätten die meisten der 170 Befragten nicht auf die fehlende Quelle und den mangelnden Beleg für die Echtheit des dargestellten Fotos hingewiesen – der Großteil der Schüler habe angegeben, nur auf das Blumen-Bild und nicht auf den dazugehörigen Text geachtet zu haben. 40 Prozent der Teilnehmer seien außerdem der Ansicht gewesen, das Vorhandensein eines Fotos sei an sich ein ausreichender Beleg dafür, dass das Bild in der Nähe des Reaktors gemacht wurde. Nur 20 Prozent der High-School-Schüler hätten die Glaubwürdigkeit der Quelle infrage gestellt. Ein Viertel der Probanden habe zwar an der Authentizität der Bilder gezweifelt, jedoch nur aus dem Grund, dass darauf ausschließlich Blumen und keine weiteren mutierten Pflanzen oder Tiere abgebildet waren.

In einem weiteren Versuch haben die Wissenschaftler Hochschulstudenten einen Tweet der Waffen-Lobby „NRA“ vorgelegt, wonach zwei Drittel der US-Waffenbesitzer laut einer Umfrage sich für eine stärkere Regulierung für den Waffenbesitz aussprechen würden. Erwartet wurde, dass die Studenten auf mögliche Einflüsse hinweisen, die die politische Einstellung der Lobby auf die Umfrage gehabt haben könnte. Von den 44 Befragten hätten nur einige wenige auf diesen Umstand hingewiesen. Rund die Hälfte der Studenten habe sich über die Details der Studie nicht informiert – trotz eines weiterführenden Links in dem vorgelegten Tweet. Andere Studenten hätten angegeben, den Tweet für glaubwürdig zu halten, weil das darin enthaltene Bild zum Nachdenken anrege und der Twitter-Account, auf dem es veröffentlicht wurde, viele Follower habe.

Die Studie ist von Januar 2015 bis Juli 2016 durchgeführt worden. Insgesamt analysierten die Wissenschaftler 7804 Antworten von Schülern und Studenten aus zwölf US-Bundesstaaten, heißt es im Bericht.

Quelle: de.sputniknews.com

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