Verfasst von: Dr. Who | 29.4.22

2309 | Covid-19: Typisch Deutsch — Stumpfsinnig und unhygienisch

Bedauerlich, Landsleuten vernichtende Urteile ausstellen zu müssen. Wenn ein Volk dermaßen verdummt, dass es die Gesundheit seiner Angehörigen gefährdet und die Gefährdung zum Standard macht, endet jedwede Toleranz, geht in Wut sowie kategorische Ablehnung über bei Forderungen nach Anpassung an Idiotie.

Wenn Stumpfsinn Machtanspruch hat, ist das extrem gefährlich. Bezeichnend zudem, wenn Nächstenliebe von einem Hygienetest abhängt, den die meisten Deutschen nicht bestehen. Forderungen zu stellen, die man selbst nicht erfüllt, ist extreme deutsche Realität; eine Schande für die deutsche Nation. Dies umso mehr, als man sich medizinisch-wissenschaftlichen Tatsachen verweigert.

Es ist der komplette Hygiene-GAU: Nach einer Umfrage, die Marcel Luthe, früher Berliner Abgeordneter und jetzt Gründer und Chef der Good-Gouvernance-Gewerkschaft bei INSA in Auftrag gegeben hat, wechseln vier von zehn Maskenträger ihre Mundbedeckung nur einmal die Woche (genau genommen 39 Prozent). So erschütternd das Ergebnis einerseits ist – so erwartbar war es aufgrund der eigenen Beobachtungen. Luthe kommentiert die Zahlen wie folgt:

„Nicht umsonst erfordern FFP-2 Masken arbeitsmedizinisch eine Unterweisung, denn falsch eingesetzt sind diese nicht nur nutzlos, sondern als auf Mundhöhe getragene Sammelstelle für Viren, Bakterien und Pilze sogar gesundheitsgefährdend für den Träger und seine Mitbürger„.

Weiter kommentiert der frühere FDP-Politiker, der bei den Abgeordnetenhaus- und Bundestagswahlen 2021 für die Freien Wähler antrat:

„Masken schützen mich und andere? Bestenfalls unter Laborbedingungen, denn faktisch sieht es ganz anders aus – und erklärt auch den deutlichen Anstieg etwa von Pilzerkrankungen der Lunge„.

Die Umfragen-Zahlen belegten, dass der falsche Einsatz „der absolute Regelfall“ sei und eine „Einmalmaskenpflicht“ entweder „wirklich kontrolliert werden müsse – inklusive des Wiederverwendungsverbots – oder allgemein aufgehoben werden muss, um Hygiene zu wahren und Gesundheit zu schützen.“

Das Fazit von Luthe:
„Dass Herr Lauterbach die Evaluierung seiner Maßnahmen behindert, ist also nicht überraschend. Sie nutzen nicht nur meist nichts, sondern schaden sogar, wie die Zahlen aus Hamburg zeigen.“

26 Prozent gaben in der Umfrage an, dass sie ihre Maske nach jedem Tragen oder mindestens einmal täglich tauschten. Frauen gehen den Umfragen zufolge etwas hygienischer mit ihren Masken um als Männer. Interessant ist auch, dass der Umfrage zufolge vor allem junge Menschen ihre Masken hygienischer behandeln. In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren wechseln nach eigenen Angaben 30 Prozent ihre Maske täglich. Sechs Prozent gaben an, sie täten das sogar nach jedem Tragen.

Doch das sind die Ausnahmen: Die Mehrheit über die Jahrgänge wechselt sie nur „mindestens einmal in der Woche“. Umso absurder, dass nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv die Mehrheit der Deutschen (66 Prozent) für eine Beibehaltung der Maskenpflicht ist. 21 Prozent sprachen sich für eine Abschaffung in bestimmten Bereichen aus. Nur sage und schreibe 12 Prozent meinten, die Maskenpflicht solle komplett abgeschafft werden, wie das inzwischen in sehr vielen anderen Ländern üblich ist.

Quelle: reitschuster.de

Immer mehr Menschen sind gezwungen, das Angebot der Tafel in Mönchengladbach zu nutzen: Sozial Schwache in der Großstadt im Westen Nordrhein-Westfalen bekommen dort von ehrenamtlichen Helfern Lebensmittel. „Deutlich mehr Familien kommen, darunter etliche Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine“, schreibt die Rheinische Post. Und berichtet dann, dass nicht jeder an der Tafel willkommen ist – möge er noch so arm und hungrig sein: Die Essensausgabe erfolgt ausschließlich an Geimpfte und Genesene, die zudem noch einen Test vorweisen müssen. 2G Plus für die Ärmsten — in Zeiten, in denen zahlreiche Länder bereits auf jegliche Corona-Maßnahmen verzichtet haben.

Die Rheinische Post erklärt diesen deutschen Sonderweg in der Stadt so:

„Die Ehrenamtler der Mönchengladbacher Tafel sind zwischen 65 und 85 Jahren alt. Sie übernehmen Fahrdienste, sortieren Waren und geben die Lebensmittel an Bedürftige aus. Ohne die rund 100 Ehrenamtler würde der Betrieb nicht funktionieren. ‚Wir haben sehr viele ältere Mitarbeiter, und wir möchten sie „schützen'“, sagt die Vorsitzende der Mönchengladbacher Tafel, Monika Bartsch. Deshalb hat der Verein entschieden, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und nur noch geimpfte und genesene Kunden zu bedienen. Sie müssen mindestens doppelt geimpft sein und zudem einen tagesaktuellen Test vorweisen, um Waren bei der zweimal pro Woche stattfindenden Ausgabe im Nordpark zu erhalten.“

Auf der Internet-Seite der Tafel steht, das seien die „Mindestvoraussetzungen. Geboostert wäre auf jeden Fall besser“. Ist jemand mindestens dreimal geimpft, „dann entfällt zumindest für den Tafel-Besuch der Mehraufwand für einen aktuellen Test.“

Die 2G-plus-Regel gelte seit März und werde „insgesamt gut angenommen“, berichtet Bartsch laut der Zeitung. „Natürlich protestiert auch der eine oder andere. Aber der Wunsch, dass alle Kunden geimpft sein sollten, ist von vielen älteren Mitarbeitern an uns herangetragen worden, die sonst ihre Mitarbeit nicht mehr fortführen würden. Und ohne ihre Hilfe könnten wir den Betrieb dichtmachen.“ * Dies beweist, dass A) die überwiegende Mehrheit der Menschen keinerlei Ahnung von medizinischen Sachverhalten und deren Relevanz hat, B) 2 Jahre völlig geschlafen hat und nicht begreifen will wie natürliche Mutation und Herdenimmunität funktionieren, oder C) die eigene unbegründete Angst über alles andere stellt, was passieren kann wenn der faktische Durchblick fehlt. Dies ist ein ernstes Dilemma in Deutschland, das zur Verzweiflung treibt!

Diese Herangehensweise ist überaus bemerkenswert. Wie passt sie dazu, dass nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen — ich drücke es extra diplomatisch aus — eine Impfung keinerlei zuverlässigen Schutz vor einer Übertragung bietet? Worin soll also der Sinn bestehen, die Abholung von Essen von einer Impfung abhängig zu machen? Die Regelung ist gleich doppelt widersinnig — wenn die Mitarbeiter davon ausgehen, dass eine Impfung zuverlässig schützt — warum sollten sie dann immer noch Angst vor einer Ansteckung haben?

Fragen über Fragen

Das Beispiel Mönchengladbach zeigt, wie tief verwurzelt die „German Angst“ ist — die im englischsprachigen Raum zu einem fest stehenden Begriff mit dem deutschen Wort wurde. Viel spricht dafür, dass sie mit einer auch über Generationen weitergegebenen Traumatisierung* nach den Erfahrungen des Kriegs und vor allem des Kriegsendes und der Nachkriegszeit zu tun hat. Umso verantwortungsloser ist es, das Politiker wie Karl Lauterbach oder Wissenschaftler wie Christian Drosten sie triggern — und damit faktisch alte Wunden aufreißen. In anderen, weniger traumatisierten Ländern, ist Corona so gut wie vergessen. Die Menschen dort schütteln nur den Kopf, wenn sie hören, dass jetzt bei frühlingshaften Temperaturen in Deutschland immer noch die Angst allgegenwärtig ist. *Diese Traumatisierung ist ein eigenes Thema, da sie nach dem Krieg vor allem durch den britischen Geheidienst als Instrument der Umerziehung des deutschen Volkes — dessen Identität man auslöschen wollte — aufrecht erhalten wurde. Angst lähmt und macht gefügig, blockiert selbsttätige Denkvorgänge und führt nicht selten zum Stockholm-Syndrom. Heute wundert sich die ganze Welt, dass deutsche Politik keine deutschen Interessen wahrnimmt, etwa beim Flüchtlingsthema, sondern stets alles für Fremde tut und Fremdes auch grundsätzlich über Nationales und Tradition stellt. Wer sich in Deutschland heute mit Nation und Tradition identifiziert, gilt als Rechts und/oder Nazi. Das ist irre, allerdings in der restlichen Welt eine kaum bekannte Tatsache.

Ebenso wie der Hang zum Belehren. Tafel-Chefin Bartsch sieht nämlich „einen positiven Effekt der neuen, strengen Regeln“, wie sie der Rheinischen Post sagte: „Einige ungeimpfte Kunden würden sich direkt nebenan im Impfzentrum immunisieren lassen – und dürfen dann mit negativem Test wieder zu einer der nächsten Ausgaben kommen.“

Man könnte das, was Bartsch „einen positiven Effekt nennt“, auch böse Erpressung nennen – wenn man die Essensausgabe an Bedürftige davon abhängig macht, dass sie sich ein medizinisches Präparat verabreichen lassen.

PS: Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass die Tafel zum 1. Mai ihre Regeln ändern will und ab dann ein negativer Test ausreichen werde, auch ohne Impfung oder Genesung.

Quelle: reitschuster.de


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