Verstehen heißt Handeln

Das Internet ist wie ein junges Gehirn. Es liebt offene Netzwerke. Deshalb “sammeln” wir Links. Speziell Links, die Lösungen, Einblicke oder die Möglichkeit der Erkenntnis bieten. Wir verbreiten nur Links, welche Erhellung und Lösungen liefern. 

[Vermeintliche] Probleme bringen mehr Klicks, mehr Aufmerksamkeit und mehr Zuspruch als Lösungen. Probleme sind attraktiv… darüber zu sprechen ist ausreichend. Bei Lösungen ist beim Empfänger Schluss: er muss handeln.

Er muss ggf. aktiv auf andere zugehen, auch wenn es Hürden zu geben scheint. Hürden sind dafür da, sie zu überwinden und abzubauen. Dafür muss klar sein, wo und was die gemeinsame Absicht ist. Abwarten ist hierbei keine sehr gute Option. Das Internet mit seinen Informationen erfordert ein Manager-Bewusstsein. Das Internet trainiert ein Gehirn.

Jeder, der im Internet unterwegs ist, hinterlässt eine Spur, setzt dadurch auch einen Knotenpunkt, genau wie das Gehirn. Besuchen Sie Seiten die Lösungen liefern / verknüpfen, oder besuchen Sie Seiten die Probleme liefern / verknüpfen? Das Internet merkt es sich und reagiert darauf.

Ein Stammtisch und virtuelle Kontaktbörsen bringen genau so wenig wie ein geschlossenes Netzwerk, wie XING, Facebook, Foren, … Ein Krebsgeschwür wird daraus. Bestenfalls selbsterhaltend. Und selbstbestätigend. Wo Menschen Bewusstsein fehlt, hilft auch die beste Technik nicht weiter!

Stammtischbrüder (alle, die geschlossene Netzwerke anstreben) begreifen nicht den Vorteil des 21. Jahrhunderts, denn wir brauchen keinen Personenkult mehr, keine Gesichter, keine Bildchen, keine Werbung, kein Ego, keine farbigen Flyer die sowieso keiner liest, keine Geheimnisse.

Nur Informationen brauchen wir. Wir haben alle Internet. Wir können uns informieren. Und wir sind informiert. Information fordert Handlung. Keine Debatte.

„Machen-Woller“, wie sie oft auftreten, sind keine wirklich kreativen Menschen. Sie wollen sich nur in Szene setzen, scheuen aber den direkten Kontakt. Sie haben Angst, weil sie nur ihr kleines Wissen haben, aber nicht selber denken können.  Sie sind unfähig, interaktiv tätig zu sein, gleichgültig, ob dies im Netz oder in unmittelbarer Begegnung gefragt ist.

Echte Macher sind Menschen, die mit ihren Ideen bereichern, die inspirieren, die beobachten und reflektieren. Echte Macher sind keine Wiederkäuer. Es sind Menschen, die mit ihren Händen und ihren Taten kreativ sind. Menschen, welche die Tat nicht in der Diskussion sehen, sondern im Umsetzen von Erkanntem.

Carl Friedrich von Weizsäcker äußerte sich in seinem Buch “Der bedrohte Frieden” (erschienen 1983 im Hanser-Verlag) zum deutschen Volk wenig schmeichelhaft:

  • absolut obrigkeitshörig
  • des Denkens entwöhnt
  • typischer Befehlsempfänger
  • ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage
  • Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.

Sind Sie ein solch „typischer“ Deutscher?

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