Verfasst von: Dr. Who | 11.7.17

1573| Arabisch als Plichtfach an Schulen bald Realität?

Die Deutschen sind gehalten zu tun, was die Globalisierung verlangt. Schließlich sind Menschen für die Globalisierung da, nicht umgekehrt. Dass Mensch sich dieser schier unaufhaltsamen Entwicklung zu beugen hat, wird ihm schon dadurch vermittelt, dass er überhaupt nicht gefragt wird. Mensch ist Verfügungsware – jedenfalls dann, wenn er nicht scharf gegensteuert. Wir erinnern uns, dass die Türken bereits einmal vor Wien standen. Diesmal wollen sie gar politische Reden in einem souveränen Staat halten und beklagen sich, wenn ihnen dazu kein Recht offen steht. Der Anspruch auf die Tilgung nicht-arabischer Kultur ist sehr, sehr alt. Es geht dabei nicht um Bereicherung, um ein Mehr und ein Zuwachs. Es geht dabei um einen Austausch – an dem die angestammten Völker aktiv mitwirken sollen.

Immer mehr Aktivisten in Deutschland schlagen vor, zusätzliche Schulen für das Erlernen der arabischen Sprache zu eröffnen, damit 320.000 Flüchtlingskinder schneller integriert werden können.

Interkulturelle Kommunikation für Migranten in Berlin© REUTERS/ Hannibal Hanschke | Bundeswehr bildet Syrer aus – neues Flüchtlings-Pilotprojekt unterzeichnet

Laut offiziellen Angaben befindet sich in Deutschland eine große Zahl von Migranten vor allem aus Syrien (22,7 Prozent). Um die Integration der Flüchtlingskinder voranzutreiben, ist es Experten zufolge wichtig, die arabische Sprache im Land zu fördern und in diesem Zusammenhang mehr Spezialisierungsschulen zu eröffnen.

Der Hamburger Informatikprofessor Thomas Strothotte schlug Medienberichten zufolge vor, Arabisch als Schulsprache in Deutschland einzuführen. Deutsch und Arabisch sollten für alle Schüler bis zum Abitur verpflichtend sein und als gleichberechtigte Unterrichtssprachen verwendet werden.

Migrants rest at a table at a migrant registration centre in Passau, Germany, October 8, 2015© REUTERS/ Michaela Rehle | Deutschland: Bildung für Flüchtlinge kostet 3,5 Milliarden Euro – Studie

Der Politologe Naji Abbas aus Deutschland ist der Meinung, dass die Zahl der Arabischkurse im Land bereits gewachsen sei. Sie sollen von Mitarbeitern des Bundesministeriums des Inneren, der Regierung und anderer offizieller Behörden besucht werden. Deutschland will laut Abbas seine Interessen im Nahen Osten verteidigen; und dafür ist es notwendig, die Sprache der Region zu beherrschen. In den nächsten zehn Jahren sollten die Arabischkurse immer populärer werden. Außerdem plane die Regierung, Abteilungen für das Erlernen der arabischen Sprache in ihren Ministerien zu bilden, besonders in jenen, die aktive Verbindungen mit den arabischen Staaten pflegen.

Migranten© AP Photo/ Gregorio Borgia | Die Wahrheit über Sozialbetrug und Flüchtlinge – Sputnik Exklusiv – Teil 1

Der Geschäftsleiter der Schule beim arabischen Zentrum „Kordowa“ in Berlin, Ansaf Azzam, sagte gegenüber Sputnik, dass die Zahl der Arabischkurse immer weiterer steige. Zuvor seien Islamkurse viel populärer gewesen, die überwiegend die Türken und Albaner aus Jugoslawien besuchten. Derzeit tendiert Arabisch dazu, zu einem neuen Pflichtfach in Schulen zu werden. Laut Azzam genehmigt höchstwahrscheinlich das Parlament diese Initiative, weil sie der aktuellen Situation im Land entspricht.

„Das ist profitabel sowohl für die deutsche Wirtschaft als auch für die Politik“, konstatierte er abschließend.

Quelle: de.sputniknews.com

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